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Sturmtief Bennet hat in der Nacht seine Spuren in Bayern hinterlassen
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Sturmtief Bennet hat in der Nacht seine Spuren in Bayern hinterlassen

Entwurzelte Bäume, umgekippte Bauzäune, beschädigte Hausdächer - Bayerische Feuerwehren mussten im gesamten Freistaat bis in die Nacht ausrücken. Am Abend waren etliche Straßen von umgestürzten Bäumen blockiert, etwa die A8 München Richtung Salzburg zwischen Hofoldinger Forst und Holzkirchen und die A93 Hof Richtung Weiden zwischen Falkenberg und Windischeschenbach.

Auto von Fahrbahn "geweht"

Bereits am Nachmittag kam es auf der A99 zwischen Feldmoching und Ludwigsfeld im Landkreis München zu einem Sturmunfall. Dabei wurde ein Auto von einer Böe erfasst und von der Fahrbahn gedrückt. Das Fahrzeug überschlug sich. Die drei Insassen wurden leicht bis mittelschwer verletzt. In München zertrümmerte ein umgestürzter Baum ein Auto.

LKW-Anhänger von Böe erfasst und umgeworfen

Auf der Bundesstraße 286 bei Unterspießheim im Landkreis Schweinfurt erwischte eine Windböe einen LKW-Anhänger und kippte ihn um. Auch im Zugverkehr sorgte der Sturm für Behinderungen. Auf der Strecke Nürnberg- Ansbach etwa stürzten gleich mehrere Bäume in die Gleise, so dass bis Betriebsschluss zahlreiche Züge ausfielen. Im Landkreis Aschaffenburg hat das Sturmtief zwei Bahnstrecken lahmgelegt. Grund waren auch hier umgestürzte Bäume.

Liftanlagen und Seilbahnen stellen Betrieb ein

An der Zugspitze mussten gestern Nachmittag wegen des Sturms die Seilbahn so wie die meisten Lifte ihren Betrieb zwischenzeitlich einstellen. Auch in anderen Skigebieten fielen Liftanlagen aus, etwa am Ochsenkopf in Oberfranken. Aus Sicherheitsgründen wurden in München und Augsburg die städtischen Friedhöfe geschlossen so wie in Augsburg der Zoo und der Botanische Garten.

Im Allgäu: Jogger schwer verletzt

Am Montagabend ist in Kempten im Allgäu ein Jogger von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt worden. Ansonsten kam es in Schwaben zu keinen größeren Zwischenfällen. Auch für heute sind starke Winde in der Region vorausgesagt. Ob diese Auswirkungen auf die geplanten Faschingsumzüge haben, lasse sich noch nicht sicher sagen, so ein Polizeisprecher. Der Polizei liegen bisher keine Absagen vor.

Ausfall einiger Feiern am Montag und Dienstag

Besonders ärgerlich waren die Folgen des Sturmtiefs Bennet für manche Rosenmontagsfeiern. Das Faschingstreiben konnte mancherorts nicht so stattfinden, wie geplant. Der Fasching auf dem Augsburger Rathausplatz wurde abgesagt. Fahrgeschäfte und Buden mussten dichtmachen, das Bühnenprogramm wurde gestrichen.

Am heutigen Dienstag sollen Faschingsfreunde in Augsburg aber wie geplant feiern können. Anders sieht es im schwäbischen Friedberg aus. Dort wurde die städtische Kehraus-Party für heute abgesagt. Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass wegen der Böen die Bühne am Friedberger Marienplatz nicht aufgebaut werden könne. Der Faschingsumzug am Nachmittag könne aber voraussichtlich stattfinden - vorausgesetzt der Wind werde nicht stärker. Die Tiefgaragenparty des Jugendclub Friedberg findet wie geplant statt.

Feiern konzentrieren sich nun auf Faschingsdienstag

Enttäuscht waren die Narren am Montag in Hallstadt bei Bamberg. Dort fiel der Faschingszug aus. Die Veranstalter hatten mit bis zu 5.000 Zuschauern gerechnet. In Ettringen im Unterallgäu und im oberbayerischen Neumarkt-Sankt Veit konnten der Nachtumzüge nicht stattfinden.

Weniger Wind dafür mehr Regen

Wetterexperten hatten bereits im Vorfeld des Rosenmontags vor Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern gewarnt. So windig soll es am heutigen Dienstag nicht mehr werden. Dennoch bleibt das Wetter ungemütlich: mit einem Mix aus Regen, Sonnenschein und Böen.

Entwurzelte Bäume zertrümmern Autos

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