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Rotkehlchen

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    "Stunde der Gartenvögel": Wieder mehr Gesang im Garten

    Vogelfreunde waren von Landesbund für Vogelschutz und Nabu aufgerufen, vom 13. bis zum 16.5. eine Stunde lang Gartenvögel zu zählen. Das Zwischenfazit ist positiv: Der Rückgang von Spatz, Grünfink und Co. scheint sich nicht fortzusetzen.

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    Von
    • Gabriel Wirth

    Vogelbeobachtung macht glücklich. Diese Erfahrung haben viele Menschen gerade in den Pandemiezeiten gemacht. So haben im vergangenen Jahr mehr als 25.000 Interessierte an der Stunde der Gartenvögel teilgenommen. Und in diesem Jahr zeichnet sich eine ähnlich hohe Beteiligung ab.

    Spatz bleibt an erster Stelle

    Hausperling, Amsel und Star sind die am häufigsten gezählten Gartenvögel in Bayern. Der Spatz konnte damit seinen Spitzenplatz sehr gut verteidigen und nicht nur das. So wurde der Haussperling mit knapp 70 Prozent bisher an so vielen Orten beobachtet wie seit 2014 nicht mehr, und zwar mit mehr als 37.500 Exemplaren. Das zeigt eine erste Zwischenbilanz der Stunde der Gartenvögel.

    Blaumeisen und Grünfinken geht es wieder besser

    Positives hat der LBV auch von den Blaumeisen zu berichten. Nachdem diese Vogelart auch in Bayern im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstwert erreichte aufgrund einer tödlichen bakteriellen Lungenkrankheit, scheint sich der Bestand nun wieder zu erholen. Und auch die seit Jahren immer weiter abnehmenden Beobachtungen des Grünfinks gehen aktuell erstmals nicht noch weiter zurück.

    Rotkehlchen schafft es in die Top Ten

    In rund jedem zweiten Garten wurden Rotkehlchen beobachtet, mit mehr als 6.000 Exemplaren schaffte es der diesjährige Vogel des Jahres auf den zehnten Platz der am häufigsten in Bayern beobachteten Gartenvögel. Dazu zählen auch neben den oben bereits genannten die Mehlschwalbe, die Elster und die Kohlmeise.

    Mehr naturnahe Gärten durch Corona?

    Im Schnitt wurden gut 30 Vögel pro Garten oder Park gezählt. Das sind etwas mehr als im Vorjahr. Damit scheint sich der seit Jahren beobachtete Rückgang von Gartenvögeln in den Siedlungsräumen zumindest nicht fortgesetzt zu haben. Vielleicht haben einige Gartenbesitzer, die coronabedingt mehr Zeit zuhause verbringen, diese genutzt und ihren Garten naturnaher und somit vogelfreundlicher gestaltet, mutmaßt man beim LBV. Die Naturschützer kritisieren seit langem die zunehmende Zahl von Schottergärten und Flächenversiegelung. Dadurch haben es die Vögel in unseren Gärten immer schwerer, Nahrung zu finden und zu brüten.

    Noch bis zum 24. Mai können Teilnehmer ihre Zählergebnisse der vergangenen Tage beim LBV abgeben, postalisch oder per Mail. Bis jetzt wurde rund ein Drittel ausgezählt. Das endgültige Ergebnis liegt Anfang Juni vor.

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