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Stunde der Gartenvögel: Spatz meistgezählter Vogel in Bayern | BR24

© dpa-Bildfunk

Der Haussperling ist der meistgezählte Vogel in Bayern

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    Stunde der Gartenvögel: Spatz meistgezählter Vogel in Bayern

    Der Haussperling oder auch Spatz kommt in Bayerns Gärten am häufigsten vor. Er wurde bei der Mitmachaktion "Stunde der Gartenvögel" besonders oft gezählt. Über 25.000 Menschen haben sich an der Aktion des LBV Anfang Mai beteiligt.

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    Von
    • Miriam Scholz

    Er ist klein, mit braun-grauem Gefieder und relativ unscheinbar. Aber in Bayerns Gärten ist der Haussperling oder Spatz der größte. Bei der Mitmachaktion "Stunde der Gartenvögel" im Mai sei er heuer der meistgezählte Vogel gewesen, teilt der Landesbund für Vogelschutz mit Sitz in Hilpoltstein mit. Schon im Winter landete der Haussperling auf Platz eins. Gezählt wurden über vier Vögel pro Garten. Die Amsel kam in über 90 Prozent der Gärten vor und landet auf dem zweiten Platz. Dahinter kommen Feldsperling und Star. Auf Platz fünf folgt die Kohlmeise vor der Blaumeise.

    Rekordbeteiligung bei der Mitmachaktion

    Über 25.000 Menschen haben sich an der Mitmachaktion des LBV Anfang Mai beteiligt. In über 17.400 Gärten, Parks und auf Balkonen in Bayern wurden Vögel gezählt und dem LBV gemeldet. Eine Rekordteilnahme, die das bisherige Rekordergebnis des Vorjahres sogar verdoppelt hat. "Wir sind überwältigt von der sensationellen Beteiligung an unserer Mitmachaktion. Wie erhofft, schlägt sich das gestiegene Interesse an der Natur vor der Haustüre in Corona-Zeiten direkt in der Stunde der Gartenvögel nieder“, sagt Annika Lange, Biologin beim LBV.

    Bayerns Blaumeisen geht es schlecht

    Bei der diesjährigen "Stunde der Gartenvögel“ hatten die LBV-Naturschützer ein besonderes Auge auf die Blaumeise geworfen. Bereits vor der großen Vogelzählung erreichten den LBV und NABU mehr als 1.500 Berichte aus Bayern von toten oder kranken Blaumeisen. Für ganz Deutschland wurden knapp 40.000 betroffene Vögel gemeldet.

    Bakterium Schuld am Vogelsterben

    Als Auslöser des Blaumeisensterbens wurde das Bakterium "Suttonella ornithocola“ bestimmt. Mit den Ergebnissen aus der Vogelzählung kann nun ein Zusammenhang zwischen der Anzahl kranker Meisen und einem Rückgang der Bestandszahlen hergestellt werden. Je mehr tote Meisen von einem Ort gemeldet wurden, umso seltener wurde die Meise dort gesichtet. "Wir können davon ausgehen, dass zumindest ein Teil des Bestandsrückgangs mit dem diesjährigen Blaumeisensterben zu erklären ist“, erklärt Biologin Annika Lange. Für Bayern treffe das vor allem auf die Landkreise Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim, Weißenburg-Gunzenhausen, Dillingen an der Donau, Unterallgäu und Main-Spessart zu.

    💡 Hier finden Sie die Ergebnisse der "Stunde der Gartenvögel"

    Detaillierte Ergebnisse liegen auf Bundes-, Landes- und Landkreis-Ebene vor. Abrufbar sind sie hier: www.stunde-der-garten-voegel.lbv.de. Die Ergebnisse aus diesem Jahr können auch mit denen aus den Vorjahren verglichen werden. Die "Stunde der Gartenvögel" wird seit 2005 veranstaltet. (Erklärt von Miriam Scholz, BR24 Mittelfranken)

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