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Studierende demonstrieren in Berlin für mehr Soforthilfe | BR24

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Studierende aus Erlangen, Bamberg und München haben sich heute (20.06.20) auf den Weg nach Berlin gemacht, um an der dortigen Demonstration für ein sogenanntes "Solidarsemester 2020" teilzunehmen.

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Studierende demonstrieren in Berlin für mehr Soforthilfe

Wegen der Corona-Krise haben viele Studierende Geldprobleme. Der Staat hilft ihnen seit Neuestem mit einem Soforthilfe-Paket. Doch das reicht nicht, sagen sie – und gehen auf die Straße. Auch aus Bayern fahren junge Menschen dafür in die Hauptstadt.

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Von
  • Henry Lai

Studenten aus Erlangen, Bamberg und München haben sich auf den Weg nach Berlin gemacht, um an der dortigen Demonstration für ein sogenanntes "Solidarsemester 2020" teilzunehmen. Das gleichnamige Bündnis aus zahlreichen Studentengruppen aus ganz Deutschland fordert unter anderem mehr finanzielle Hilfe für Studierende.

Gewerkschaft: Soforthilfe für Studis nicht ausreichend

Das Soforthilfe-Paket der Bundesregierung von jeweils bis zu 500 Euro für maximal drei Monate sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagte Eva-Maria Huber von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Erlangen.

"Von 500 Euro kann niemand leben. Selbst wenn man nur 300 Euro Miete zahlt, was für eine Studentenstadt total wenig ist, dann hat man noch den halben Hartz-IV-Satz, das ist das halbe Existenzminimum – das ist einfach eine absolute Frechheit." Eva Maria Huber, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Erlangen

Die Demonstration steht unter dem Motto "Eine Milliarde für eine Million – Studi-Hilfe jetzt" und fordert die Aufstockung des Soforthilfe-Fonds von 100 Millionen Euro auf das Zehnfache.

Studierende stellen weitere Forderungen

Doch die finanzielle Hilfe ist nur ein Teil des umfangreichen Forderungskatalogs. Zusätzlich soll das kommende Sommersemester generell flexibler gestaltet werden, damit den Studierenden wegen der Corona-Krise keine Nachteile entstehen. Konkret geht es zum Beispiel um einen kürzeren Vorlesungszeitraum, längere Prüfungsfristen oder das Aussetzen von Anwesenheitspflichten.

Druck kann noch weiter erhöht werden

Wie hoch die Teilnehmerzahl in Berlin sein wird, ist laut Huber unklar, da die Demonstration erst kurzfristig organisiert worden ist. Sollte sie deshalb nicht den gewünschten Erfolg bringen, könne sie sich daher die Teilnahme an weiteren Aktionen vorstellen.

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