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Studierende auf Wohnungssuche: "Wintersemester am schlimmsten" | BR24

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Die Wohnsituation von Studenten in Augsburg ist schwierig.

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Studierende auf Wohnungssuche: "Wintersemester am schlimmsten"

Eine Wohnung zu finden, ist das eine. Sie dann auch bezahlen zu können, das andere. Im Rahmen unseres Projektes “Wem gehört Augsburg” hat sich Reporter Thomas Pösl die Wohnsituation von Studenten in Augsburg angeschaut.

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Die Konkurrenzsituation in Augsburg ist groß für die rund 27.000 Studierenden an Universität und Hochschule, erklärt Michael Noghero vom Studentenwerk Augsburg: "Das sind Berufstätige, die hier in Augsburg sind. Wenn es der Wirtschaft gut geht, dann merkt man das natürlich auch auf dem Wohnungsmarkt. Und zuletzt auch Pendler, die Augsburg aufgrund der Nähe zu München schätzen."

Wohnungssuche: früher war es einfacher

Für Michael Noghero zeichnet sich ein eindeutiges Bild ab. Wer in Augsburg studieren will, muss sich finanziell mehr strecken als früher. Über die letzten Jahre hinweg habe sich die Situation für Studierende auf dem Wohnungsmarkt verschärft. "Zum einen gibt es mehr Studierende. Man sieht aber auch, dass der Wohnungsmarkt insgesamt angespannter ist", so Noghero.

Wo Studierende günstig wohnen

Den Studenten geht es damit grundsätzlich nicht anders als den anderen Mietern in Augsburg. Aber: es gibt Möglichkeiten, günstiger zu wohnen. In öffentlich geförderten Studentenwohnungen. Solche betreibt zum Beispiel das Studentenwerk. 1.800 Wohneinheiten sind das aktuell. Sie sind in sechs Wohnanlagen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet.

Investoren mischen mit

"Unsere günstigsten Wohnungen in sehr guter Lage beginnen warm inklusive Strom und Internet bei 219 Euro. Das teuerste, das wir anbieten kostet 345 Euro. Da haben wir ein ganz anderes Preisniveau als kommerzielle Anbieter", sagt Noghero. Die Wohnungen kommerzieller Anbieter würden auf dem Markt aber auch gut ankommen, so Noghero. Er stelle fest, dass es immer mehr zahlungskräftige Studierende gebe, die sich diese Wohnungen leisten.

"Brauchen Förderung des Freistaats"

Im immer größer werdenden Augsburg steigt trotzdem der Bedarf an gefördertem Wohnraum für Studierende. Das Studentenwerk wird darauf reagieren müssen, sagt Noghero. "Wir planen mittelfristig weitere Wohnplätze hier in Augsburg zu schaffen. Das funktioniert zum einen durch die Förderung des Freistaats. Andererseits sind auch die Baukosten gestiegen. Das heißt, wir brauchen die Rahmenbedingungen, dass wir günstig bauen können, die baurechtlichen Vorgaben, dass wir günstig bauen können." Denn nur so könnten letztendlich auch die Mieten günstig bleiben.

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