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Der Landkreis Neu-Ulm und die Stadt Neu-Ulm gehören zusammen, findet der Kreis. Die Stadt möchte eine Trennung
© Bayerischer Rundfunk 2018

Autoren

Roswitha Polaschek
Joseph Weidl
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Der Landkreis Neu-Ulm und die Stadt Neu-Ulm gehören zusammen, findet der Kreis. Die Stadt möchte eine Trennung

Die Studie eines Neu-Ulmer Unternehmers, die die IHK Schwaben heute in Weißenhorn vorgestellt hat, beschäftigt sich mit möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft bei der geplanten Kreisfreiheit Neu-Ulms.

Nuxit könnte Stadt und Landkreis schaden

Es wird angeführt, dass die Stadt Neu-Ulm mittel- und langfristig nicht in der Lage sei, die "finanzwirtschaftlichen Folgen einer Kreisfreiheit in den folgenden Jahren abzudecken". Auch die finanzwirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landkreises bei einer Kreisfreiheit sei nicht nachgewiesen. Für die Studie wurden mitunter Statistiken zum Bevölkerungswachstum und zur Finanzkraft von Stadt- und Landkreis herangezogen.

Wirtschaft befürchtet Mehrkosten für Städte und Gemeinden

Konkret fürchtet die IHK, dass etwa die Leistungsfähigkeit der Verwaltung eingeschränkt wird und dass wirtschaftliche Mehrkosten auf Städte und Gemeinden zukommen, die am Ende die Unternehmen über Steuern und Abgaben spüren werden, sagte Oliver Stipar, Regionalgeschäftsführer der IHK für Westschwaben.

Stadt Neu-Ulm bezweifelt Seriosität der Studie

Die Stadt Neu-Ulm hatte bereits im Vorfeld Kritik an der Studie geäußert: Man habe keine Langfassung der Studie erhalten, außerdem bestünden Zweifel an der Neutralität des Verfassers. Der Unternehmer, der die Studie verfasst hat, Siegmar Kühn, gibt an, die Studie nicht im Auftrag der IHK, sondern aus eigenem Antrieb im Rahmen des von ihm gegründeten "SME Institut – Sozial- und Wirtschaftsforschung für den Mittelstand" verfasst zu haben.