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Studie: Feldhamster in Unterfranken stark bedroht | BR24

© picture alliance/dpa

Feldhamster in freier Natur

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    Studie: Feldhamster in Unterfranken stark bedroht

    Die Zahl der Feldhamster in Unterfranken nimmt ab. Eine aktuelle Feldhamsterkartierung im Auftrag der Regierung von Unterfranken zeigt nun, wie es um die Lebensräume des Nagetiers steht.

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    In immer weniger Gebieten in Unterfranken kommen Feldhamster vor – das belegt die aktuelle Feldhamsterkartierung, die von der Regierung von Unterfranken in Auftrag gegeben wurde. Die einzigen Landkreise, in welchen der Feldhamster noch in relevanter Zahl vorkomme, seien Würzburg, Schweinfurt und Kitzingen. Hier sei eine Verkleinerung des Lebensraums der Hamster zu beobachten. In den Landkreisen Aschaffenburg, Main-Spessart oder Miltenberg käme der Feldhamster gar nicht mehr vor, so der zuständige Sachbearbeiter der Regierung von Unterfranken, Thorsten Ruf.

    Feldhamster vom Aussterben bedroht

    Der Feldhamster gilt in Bayern als akut vom Aussterben bedroht. Nur in Unterfranken und in Randgebieten von Mittelfranken – im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim – kommt er hier überhaupt noch vor. Die Regierung hatte vier Umweltbüros damit beauftragt, das genaue Vorkommen des Nagers zu erfassen.

    Schutzmaßnahmen

    Eine Richtlinie der Europäischen Union schreibt den strengen Schutz der Art vor und erlaubt die Vernichtung oder Beschädigung des Ruheraums von Feldhamstern nur in Ausnahmefällen. Die Regierung von Unterfranken bietet Landwirten im Rahmen eines Schutzprogramms Geld, wenn sie den Hamstern Getreideflächen zur Verfügung stellen, statt sie abzuernten. Eine Wiederansiedlung des Tiers wäre mit erheblichen Kosten verbunden.

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    • BR24 Redaktion
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