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Studie: Alkohol könnte Immunsystem auch günstig beeinflussen | BR24

© picture-alliance/dpa

Alkohol beeinflusst Immunsystem

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    Studie: Alkohol könnte Immunsystem auch günstig beeinflussen

    Alkohol beeinflusst das Immunsystem und kann die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen hemmen. Das zeigt eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die die Wirkung von Alkohol auf das Immunsystem erforscht hat.

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    In der Arbeit konnte das Team der FAU nun erstmals zeigen, wie Alkohol überschießende Immunreaktionen hemmen kann, die zu Autoimmunerkrankungen wie Gelenk-Rheuma und Multiple Sklerose führen. Alkohol in moderaten Mengen wirke allerdings nicht generell hemmend auf das Immunsystem, so die Forscher, sondern vielmehr sehr spezifisch auf eine Sorte von Immunzellen.

    Helferzellen gelten als Schaltstelle

    Diese follikulären T-Helferzellen gelten als Schaltstelle für das erworbene Immunsystem, denn sie lösen Autoimmunreaktionen aus.

    "Die negativen Effekte übermäßigen Alkoholkonsums sollten auch im Lichte dieser Daten nichtsdestotrotz immer bedacht werden, auch wenn moderater Alkoholgenuss positive gesundheitliche Effekte zeigen und gerade bei Autoimmunerkrankungen einen therapeutischen Immuntoleranzeffekt erzeugen kan." Prof. Mario Zaiss,Lehrstuhl für Innere Medizin III der FAU

    Deutsches Zentrum Immuntherapie

    Schon seit Jahren gäbe es Hinweise, dass Alkohol ein gestörtes Immunsystem günstig beeinflussen kann. Die aktuelle Arbeit entstand im Rahmen der Forschergruppe PANDORA sowie des Sonderforschungsbereich SFB1181 „Schaltstellen zur Auflösung von Entzündung“ an der FAU, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt werden. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind Teil des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) am Universitätsklinikum Erlangen der FAU.