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Studentin engagiert sich für Demokratie in ihrer Heimat Myanmar | BR24

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Bildrechte: Nyein Chan Mey

Nyein Chan Mey studiert in Würzburg, kommt aber gebürtig aus Myanmar. Am 31. Januar verhängte dort das Militär den Notstand. Mit einer Solidaritätsaktion im Internet will die Studentin dagegen protestieren.

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Studentin engagiert sich für Demokratie in ihrer Heimat Myanmar

Nyein Chan Mey studiert derzeit in Würzburg, kommt aber gebürtig aus Myanmar. Am 31. Januar verhängte dort das Militär den Notstand. Mit einer Solidaritätsaktion im Internet will die Studentin gegen den Militärputsch in ihrer Heimat protestieren.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Frank Günter Müller

Die in Würzburg studierende Nyein Chan Mey will mit einer Solidaritätsaktion im Internet gegen den Militärputsch in ihrem Heimatland Myanmar protestieren. Das Militär von Myanmar verhängte am 31. Januar den Notstand über das Land. Den Putsch bezeichnet die 25-Jährige als "kompletten Rückschlag für die Demokratie".

Protest gegen Militärputsch in Myanmar

Aktuell beteiligt sich die 25-Jährige täglich um 20 Uhr an den so genannten Küchenlärm-Protesten, die in Myanmar derzeit regelmäßig zu hören sind. Dabei machen die Protestierenden, wie es der Name schon vermuten lässt, Lärm mit verschiedenen Küchengeräten und drücken so ihre Unzufriedenheit aus. Daneben organisiert die Würzburger Studentin derzeit einen Online-Protest und einen Protest vor dem Dienstgebäude des Militär-Attachés von Myanmar in Berlin.

Studentin sorgt sich um eigene Familie

Nyein Chan Mey studiert an der Julius-Maximilans-Universität Würzburg Politikwissenschaften und Soziologie. In Myanmar hat sie die erste Studentenunion mitgegründet und sich für politische Bildung und bessere Bildungsgesetze eingesetzt. Große Sorge bereitet ihr die Situation ihrer Familie. Im Bayern2-Interview sagte sie: "Das Trauma der Militärdiktatur sitzt tief in der Familie und hat meine Kindheit geprägt: Mein Vater und mein Onkel saßen jahrelang im Gefängnis, weil sie sich für die Freiheit eingesetzt haben."

Am ersten Tag des Militärputsches konnte Nyein Chan Mey ihre Familie zunächst weder telefonisch noch über soziale Netzwerke erreichen. Mittlerweile habe sie aber wieder Kontakt zu ihrer Familie, die sich in Sicherheit befinde.

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