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Studentenwerk Würzburg leidet unter Corona-Pandemie | BR24

© BR/ Alisa Wienand

Im Studentenwerk Würzburg sind die Folgen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren: Nur wenige Studenten gehen zurzeit in den Mensen essen und in den Wohnheimen stehen Zimmer leer. Das hat erhebliche Folgen.

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Studentenwerk Würzburg leidet unter Corona-Pandemie

Im Studentenwerk Würzburg sind die Folgen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren: Nur wenige Studenten gehen zurzeit in den Mensen essen und in den Wohnheimen stehen Zimmer leer. Das hat erhebliche Folgen.

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Geschäftsführer Michael Ullrich sagt, dass er dieses Jahr allein in der Hochschulgastronomie mit Umsatzausfällen von bis zu fünf Millionen Euro rechnet. An den vier Standorten Würzburg, Aschaffenburg, Bamberg und Schweinfurt betreibt das Studentenwerk elf Mensen. Nur drei davon sind aktuell geöffnet. Normalerweise gehen an einem Tag insgesamt bis zu 10.000 Essen über die Theke. Jetzt sind es nur noch 500. "Es sind schon gravierende Probleme, die wir dadurch haben", sagt Ullrich. Deshalb sind derzeit 180 Mitarbeiter des Studentenwerks in Kurzarbeit.

Viele leere Plätze in der Mensa

Auch in der Mensa am Studentenhaus in Würzburg ist wenig los. In dem großen Saal ist normalerweise Platz für 700 Gäste. Jetzt stehen Tische und Stühle weit voneinander entfernt und nur wenige Plätze sind überhaupt besetzt. Statt 2.500 Essen, die täglich verkauft werden, sind es hier zurzeit nur 250. Dass nur so wenige Studenten in den Mensen essen, liege daran, dass allgemein nur wenige in den Hochschulstädten sind, vermutet Ullrich. Denn in der Uni finden derzeit wegen Corona keine Präsenzveranstaltungen statt. Die Studenten können stattdessen online studieren und müssen dafür nicht vor Ort sein. Das wirkt sich auch auf die Wohnheime des Studentenwerks aus.

Unzählige Zimmer in den Wohnheimen nicht belegt

Frank Tegtmeier, der die Abteilung Wohnen im Studentenwerk leitet, sagt, dass aktuell nur etwa 50 Prozent der Zimmer belegt sind. "Die anderen setzen das Studium wohl von woanders aus online fort", sagt Tegtmeier. Dazu kommt, dass ausländische Studenten aufgrund von Reisebeschränkungen und Rückholaktionen nicht nach Würzburg kommen konnten. Deshalb stehen zurzeit 226 Wohnungen des Studentenwerks komplett leer, in Würzburg sind es 132.

Normalerweise lange Wartelisten

Normalerweise ist die Warteliste lang: Bewerber warten im Durchschnitt ein bis zwei Semester, bis sie in ein Zimmer in einem Studentenwohnheim einziehen können. Insgesamt fehlen laut Tegtmeier monatliche Mieteinnahmen von circa 60.000 Euro. Außerdem stellen viele Studenten Stundungsanträge, weil sie ihre Miete zurzeit nicht zahlen können.

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