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Musikhochschule München

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    Strukturen an Musikhochschule München werden überprüft

    Nach den Skandalen um sexuellen Missbrauch an der Musikhochschule München schaltet sich jetzt das bayerische Wissenschaftsministerium ein. Ministerin Marion Kiechle hat eine Kommision einberufen, die die Vorfälle untersuchen soll. Von David Herting

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    Die Ergebnisse einer Umfrage von 2016 unter Studierenden und Beschäftigten an der Münchner Musikhochschule waren für viele schockierend: Fast elf Prozent mussten unangebrachten Körperkontakt erdulden. Und acht von 800 Umfrageteilnehmer gaben sogar an, zu sexuellen Handlungen genötigt worden zu sein. Erst im Mai wurde der ehemalige Hochschulrektor wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu fast drei Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Erste Schritte in die Wege geleitet

    Die Musikhochschule hat allerdings schon eigene Maßnahmen ergriffen, zum Beispiel eine der drei Frauenbeauftragten im Umgang mit Missbrauchsopfern besonders geschult. Dennoch will die Hochschule die Vorgänge auch von Außen überprüfen lassen. Kultusministerin Kiechle hat deswegen eine Kommission einberufen, an der Spitze die ehemalige Präsidentin des Oberlandesgerichts Hildegund Holzheid.

    "Jetzt geht es darum die Abläufe an der Hochschule daraufhin zu prüfen, ob sie den bestmöglichen Schutz vor sexueller Gewalt bieten," heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem gehe es um Strukturen mit Abhängigkeitsverhältnissen, zwischen Studierenden und Lehrkräften.