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Stromtrassen-Gegner: Nicht gegeneinander ausspielen lassen | BR24

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Stromtrassen-Gegner aus Bürgerinitiativen und Kommunen wollen sich nicht mehr gegeneinander ausspielen lassen. Das ist das Ziel eines bisher einmaligen Treffens im Landratsamt Lauf gestern Abend gewesen.

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Stromtrassen-Gegner: Nicht gegeneinander ausspielen lassen

Stromtrassen-Gegner aus Bürgerinitiativen und Kommunen wollen sich nicht mehr gegeneinander ausspielen lassen. Das zeigte ein Treffen im Landratsamt Lauf gestern Abend. Gegen die Stromtrasse "P44mod" formiert sich derweil auch politischer Widerstand.

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Gegen den geplanten Ausbau der Stromtrasse P44mod, die nach derzeitigen Plänen teilweise mit 75 Meter hohen Masten aufgerüstet werden soll, formiert sich in mittel- und oberfränkischen Gemeinden nun auch politischer Widerstand. Landrat Armin Kroder (FW) hatte Kommunalpolitiker und Vertreter der Bürgerinitiativen zu diesem Treffen im Landratsamt Lauf (Lkr. Nürnberger Land) eingeladen – ein bisher einmaliges Treffen. Es gelte eine gemeinsame Grundposition zu finden, die anderen gegenüber laut und kräftig vertreten werden müsse, so Landrat Armin Kroder im Gespräch mit dem BR.

Zweifel an Notwendigkeit für Stromtrasse P44mod

Und diese gemeinsame Position sei auch schon gefunden. "Wir sind für eine echte und, in Anführungszeichen, richtige Energiewende, die möglichst viel Dezentralität in sich trägt", so der Politiker weiter. Die Teilnehmer eint zum Beispiel die Sorge, dass das verschärfte Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) eine Mitsprache der Bürger beim Trassenausbau nahezu unmöglich machen wird. Außerdem sei der Stromtrassenbau aufgrund hoher Renditen ein sehr lukratives Geschäft. Gleichzeitig aber lassen völlig unterschiedliche Bewertungen des tatsächlichen Strombedarfs Zweifel an der Notwendigkeit der geplanten großen Stromtrasse P44mod aufkommen.

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"P44mod" soll im Thüringischen Altenfeld starten, durch Oberfranken führen und dann in Ludersheim im Landkreis Nürnberger Land enden.

Gemeinsame Position politisch gemeinsam vertreten

Man wolle nun politisch mit einer Stimme sprechen, nur mit einem gemeinsamen und abgestimmten Auftreten entlang der Trasse könnten Erfolge erzielt werden. "Wir sagen, diese Trasse braucht es gar nicht, wir wollen diese Trasse nirgends haben. Wir müssen uns also zusammenschließen zu einem großen Widerstandsverbund, wo alle sagen wir sind solidarisch zueinander und verschieben die Trasse nicht vom einen zum anderen", bekräftigt Dörte Hamann, die Sprecherin des Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse. Die geplante Stromautobahn Im Herbst will man sich erneut zum Austausch und Strategieabgleich treffen, dann im oberfränkischen Coburg.

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Protest gegen geplante Stromautobahnen gibt es in fast jeder betroffenen Gemeinde. Um ihren Stimmen möglichst viel Gewicht zu verleihen, haben sich Stromtrassen-Gegner aus Ober- und Mittelfranken im Landratsamt Lauf (Lkr. Nürnberg) getroffen.