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Erneute Kritik an SüdOstLink-Plänen in Niederbayern | BR24

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Erdkabel (Symbolbild)

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Erneute Kritik an SüdOstLink-Plänen in Niederbayern

Erst kürzlich hat der Netzbetreiber Tennet die neuesten Pläne zur Stromtrasse SüdOstLink vorgestellt. Jetzt regt sich neue Kritik: Der Standort eines Konverters sorgt für großen Widerstand bei den lokalen Politikern.

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Der Netzbetreiber Tennet hat erst kürzlich die neuesten Pläne zur geplanten Gleichstromtrasse SüdOstLink vorgestellt - jetzt stoßen die Überlegungen in der Marktgemeinde Essenbach im Landkreis Landshut auf großen Widerstand. Das geht aus einer Mitteilung des Landshuter Landtagsabgeorndeten Helmut Radlmeier (CSU) hervor.

Standort des Konverters steht in der Kritik

Kritik gibt es vor allem am Standort des Konverters, der das Gleichstromnetz mit dem Wechselstromnetz verbindet. Dieser soll demnach nicht – wie es vergangenes Jahr noch von Tennet hieß – auf dem favorisierten Standort 2 direkt am Umspannwerk auf dem Gelände des Kernkraftwerks Isar (KKI) errichtet werden, sondern auf freier Flur.

Kommunikation mit dem Netzbetreiber wird bemängelt

Das sorgt in Essenbach für Ärger: "Wir fühlen uns vorgeführt", so SPD-Fraktionssprecher Martin Hujber. Auch Radlmeier kritisiert die Kommunikation von Tennet:

"Vor Ort werden wir praktisch aus heiterem Himmel vor völlig neue Tatsachen gestellt." Helmut Radlmeier, MdL (CSU)

Durch diesen Standort bräuchte man eine lange Freileitung vom Konverter hin zum Umspannwerk, kritisiert Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer (CSU) die Pläne von Tennet. Man solle lieber die vorhandenen Flächen neben dem Umspannwerk am KKI nutzen, bevor man auf der grünen Wiese neue Flächen versiegelt.

Lokalpolitiker zählen auf Bundespolitik

Um das Anliegen der Gemeinde deutlich zu machen, wurde eine überparteiliche Arbeitsgruppe gebildet. Auf dem Kraftwerksgelände sehe man durchaus Möglichkeiten, den Konverter unterzubringen, ohne dass die Bebauung näher an die Nachbargemeinde Niederaichbach heranrücke. Hier seien nun mehrere Bundesbehörden gefragt. Die Politiker zählen deshalb auf die Bundespolitik: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat laut der Mitteilung einen Besuch in Essenbach bereits zugesagt.

Massiver Protest aus Ostbayern

Seit Monaten begleitet massiver Protest aus Ostbayern die Planungen für den SüdOstLink, der hier zwischen Pfreimd in der Oberpfalz und Landshut in Niederbayern verlaufen soll. Laut Tennet soll noch in diesem Jahr über den endgültigen Korridor für den SüdOstLink entschieden werden. Der Südostlink soll ab 2025 Strom aus dem Norden bis nach Ostbayern liefern.

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Autor
  • Sarah Beham
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