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Stromtrasse Südostlink: Freie Wähler-Politiker kontert Kritik | BR24

© picture alliance/Sina Schuldt/dpa

Tobias Gotthardt (Freie Wähler)

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    Stromtrasse Südostlink: Freie Wähler-Politiker kontert Kritik

    Nach der Festlegung des Stromtrassenkorridors durch die Oberpfalz hat es Kritik seitens kommunaler CSU-Politiker an Energieminister Aiwanger gegeben. Der Südostlink-Gegner Tobias Gotthardt von den Freien Wählern bezeichnet die Kritik als "untragbar".

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    Die Festlegung des Korridors des Südostlinks am Mittwoch durch die Bundesnetzagentur schlägt weiter hohe Wellen. Der Regensburger Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Tobias Gotthardt, kontert die Kritik von CSU-Kommunalpolitikern aus der nördlichen Oberpfalz an Energieminister Hubert Aiwanger.

    CSU-Politiker wünschen sich Stromtrassenverlauf an der A93

    Der Weidener CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht hatte Aiwanger vorgeworfen, nicht noch einmal auf eine intensive Prüfung bei der Bundesnetzagentur gedrängt zu haben, ob die Stromtrasse auch im Grünstreifen der A93 verlegt werden könne. Gotthardt nennt die Kritik "unterste Schublade" und "untragbar". Der Südostlink sei ein von der CSU gepushtes Desaster verfehlter Energiepolitik auf Bundesebene, so Gotthardt in einer Pressemitteilung. Die Bündelung mit der Autobahn sei von Anfang ein eine "energiepolitische Fata Morgana Einzelner" gewesen. Gotthardt spricht sich deutlich gegen die geplante Gleichstromtrasse aus. Die Entscheidung zum Korridor jetzt Energieminister Hubert Aiwanger in die Schuhe zu schieben sei "blanker Unsinn".

    Nächster Schritt: Planfeststellungsverfahren

    Unterdessen kündigt Netzbetreiber Tennet den nächsten formalen Schritt an. Nachdem mit der Entscheidung der Bundesnetzagentur zum Verlauf des 1.000 Meter breiten Korridors die so genannte Bundesfachplanung abgeschlossen ist, folgt nun das Planfeststellungsverfahren. Am Freitag will Tennet den Antrag zur Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt zwischen Münchenreuth und Marktredwitz stellen.

    Antrag wird genau geprüft

    Der Antrag enthält den Vorschlag eines konkreten Trassenverlaufs sowie Alternativen innerhalb des Korridors, die bereits parallel zur Bundesfachplanung in den vergangenen Monaten erarbeitet worden seien, so ein Sprecher. Im Januar soll dann der Antrag für den Abschnitt von Marktredwitz bis Pfreimd erfolgen. Nach dem Antrag wird die Bundesnetzagentur diesen prüfen und erneut Antragskonferenzen abhalten, an denen sich Träger öffentlicher Belange, Behörden und Umweltverbände beteiligen können.