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Bayern

Stromleitungen nach Grafenrheinfeld verzichtbar | BR24

© dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Kirchturm beim Kernkraftwerk Grafenrheinfeld hinter einem Strommast

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    Stromleitungen nach Grafenrheinfeld verzichtbar

    Die Übertragungsnetzbetreiber geben grünes Licht: Grafenrheinfeld kann beim Stromnetzausbau entlastet werden – wenn stattdessen bestehende Hochspannungsleitungen stärker ausgebaut werden. Das ergibt der Netzentwicklungsplan 2015.

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    Allerdings hätte diese Alternativlösung auch Nachteile: Die Ausbaustrecke wäre länger als bei den geplanten neuen Trassen, und die Auswirkungen für die Netzstabilität weniger günstig. In der Folge könnten laut Tennet beim Fortschreiten der Energiewende früher weitere Netzausbaumaßnahmen nötig werden, wenn auf die Neubauten nun verzichtet wird. Die Koalitionsspitzen in Berlin hatten bei ihrem Energiegipfel im Juli die Netzbetreiber aufgefordert, Alternativen beim Netzausbau zu prüfen, um Grafenrheinfeld zu entlasten. 

    Alternativen gesucht

    Nach den ursprünglichen Plänen hätte der ehemalige Kernkraftwerksstandort mit zwei neuen Wechselstromleitungen zusätzlich zur Stromautobahn genannten Gleichstromtrasse Suedlink rechnen müssen. Die Bundesnetzagentur prüft nun die Berechnungen der Netzbetreiber. Welche Variante am Ende verfolgt wird, entscheidet dann der Bundestag. Nicht berührt von der Neuberechnung ist die Stromautobahn Südlink, die ebenfalls nach Grafenrheinfeld führen soll. Für diese Trasse fangen die Planungen aber wegen des neuen Erdkabelvorrangs ohnehin wieder bei Null an.