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Strikte Auflagen für Münchner Corona-Demonstration | BR24

© Thomas Dexl/BR

10.000 Teilnehmer hatten die Veranstalter angemeldet für eine Demonstration auf der Theresienwiese gegen die Corona-Beschränkungen. Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat die Auflagen festgelegt.

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Strikte Auflagen für Münchner Corona-Demonstration

10.000 Teilnehmer hatten die Veranstalter angemeldet für eine Demonstration auf der Münchner Theresienwiese gegen die Corona-Beschränkungen. Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat über die Auflagen entschieden.

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Am Samstag soll wieder protestiert werden gegen die Corona-Auflagen. Statt auf dem Marienplatz findet die Demonstration in München dieses Mal aber auf der Theresienwiese statt - allerdings nur unter strengen Auflagen, wie der BR am Abend erfuhr.

Maximal 1.000 Menschen dürfen wegen des Infektionsschutzes teilnehmen, heißt es in der Genehmigung des Kreisverwaltungsreferats (KVR). Die Organisatoren hatten zehn Mal so viele Teilnehmer angemeldet.

Zugänge sollen kontrolliert werden

Den Auflagen liege eine Gefahrenprognose des Polizeipräsidiums München und des städtischen Referats für Gesundheit und Umwelt zugrunde, teilten die Behörden mit.

Die Kundgebung darf nur zwei Stunden dauern und muss auf einer begrenzten, klar gekennzeichneten Fläche stattfinden. Bereits die Zugänge würden kontrolliert, damit nicht zu viele Menschen teilnehmen könnten, hieß es weiter.

Außerdem darf die Demonstration im Vorfeld nicht beworben werden. Flyer zu verteilen, ist während der Demo ebenfalls nicht gestattet.

Veranstalter müssen für Ordnung sorgen

Um zu gewährleisten, dass die Ordnung eingehalten wird, müssen die Veranstalter laut KVR 100 Ordnerinnen und Ordner stellen. Versammeln sich Menschen jenseits der festgelegten Fläche und wird damit die zulässige Personenzahl von 1.000 Teilnehmern überschritten, soll der Veranstalter dem über Lautsprecher entgegenwirken.

Die Stadtverwaltung betonte außerdem: Sollten die Demonstranten den Mindestabstand von anderthalb Metern und die anderen Auflagen nicht einhalten, werde die Polizei einschreiten.

Marienplatz-Gedränge soll sich nicht wiederholen

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will Szenen wie vergangenen Samstag auf dem Münchner Marienplatz, auf dem sich trotz Ansteckungsgefahr etwa 3.000 Menschen gedrängt hatten, auf keinen Fall mehr haben - und hatte deshalb auf entsprechende Auflagen bestanden.

Die Polizei will die Demonstration mit 500 Beamten überwachen und gegebenenfalls Absperrgitter aufstellen, damit der Mindestabstand eingehalten wird.

Die Kundgebung richtet sich gegen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens, die die Politik erlassen hat, damit sich das Coronavirus nicht ungebremst ausbreitet. Die Organisatoren halten die Maßnahmen für Panikmache und kritisieren, dass die Grundrechte der Bürger beschnitten würden.

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