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Streit um Vorständin der Bundesagentur für Arbeit | BR24

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Die Finanz- und Personalvorständin der Bundesagentur für Arbeit Valerie Holsboer muss um ihren Job bangen. In der Sitzung des Verwaltungsrates morgen soll ihre vorzeitige Abberufung beantragt werden.

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Streit um Vorständin der Bundesagentur für Arbeit

Valerie Holsboer – die bisher erste und einzige Frau im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit – könnte am Freitag ihren Posten nach nur zwei Jahren wieder verlieren. Seit Wochen tobt ein Machtkampf um die Personalie.

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Es wird erwartet, dass der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit in seiner turnusmäßigen Sitzung am Freitag über die Personalie Valerie Holsboer abstimmt. Befürworter und Gegner liefern sich seit mehreren Wochen einen Machtkampf, um die 42-jährige Vorständin, die erst vor zwei Jahren berufen worden war. Damals wurde ihr die Verantwortung für Personal und Finanzen von Deutschlands größter Behörde übertragen, und zwar für die Dauer von fünf Jahren. Doch nun will die Arbeitgeberseite im Verwaltungsrat die gebürtige Münchnerin Holsboer wieder loswerden.

Spekulationen über Gründe

Über die Gründe dafür wird spekuliert, denn offiziell will sich niemand der Beteiligten äußern. Holsboer agiere bei der Neuorganisation der Bundesagentur zu eigenständig, heißt es. Zudem habe sie den Verwaltungsrat häufiger unzureichend informiert. Auch gibt es Kritik, wonach Holsboer nicht kompetent genug sei für ihren Job und überfordert wirke.

Die Unruhe in der Bundesagentur ist groß. Denn es gibt auch Holsboer-Befürworter, die den unkonventionellen und zugewandten Führungsstil der Vorständin schätzen. Ein Mitarbeiter der Bundesagentur startete eine Petition an die Bundesregierung, Holsboer im Amt zu belassen. Bis jetzt gibt es über 1.200 Unterzeichnende. Die Bundesagentur ist dem Bundesarbeitsministerium unterstellt. Von dort ist zu hören, man sei besorgt über die Entwicklung.