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Streit um Tätowierung - Polizeianwärter zieht Klage zurück

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    Streit um Tätowierung - Polizeianwärter zieht Klage zurück

    Ein tätowiertes Eisernes Kreuz mit Schriftzug auf seinem Rücken führte dazu, dass die Polizei ihn nicht zum Dienst zulassen wollte. Der Mann wollte das mithilfe des Verwaltungsgerichts München durchsetzen. Heute aber hat er seine Klage zurückgezogen.

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    • BR24 Redaktion

    Im Streit um seine Zulassung zum Dienst hat ein tätowierter Polizeianwärter seine Klage am Verwaltungsgericht München zurückgezogen. Die Bereitschaftspolizei in Bamberg hatte ihn abgelehnt, weil er ein Eisernes Kreuz mit dem Schriftzug „´"Blaue Augen Blaues Blut" in Frakturschrift als Tätowierung auf dem Rücken trägt.

    Tätowierung sollte Nähe zur Luftwaffe zeigen

    Einen Bezug zur rechten Szene wies der Kläger am Dienstag vor Gericht zurück. Der Zeitsoldat erklärte, er wolle mit dem Kreuz nur seine Verbundenheit mit der Luftwaffe bekunden und zeigen, dass er in der Tradition einer Soldaten-Familie stehe. Eine politische Aussage verbinde er mit der Tätowierung nicht.

    Keine Tätowierung für Polizisten: Gericht weist Klage zurück

    Erklärungsbedürftige Tätowierung

    Das muss er auch gar nicht, sagte der Vorsitzende Richter. Allein die Tatsache, dass die Tätowierung womöglich erklärungsbedürftig sei, gebe der Bereitschaftspolizei das Recht, ihn als künftigen Polizisten abzulehnen:

    "Es kommt nicht auf die Intention des Trägers an, sondern es kommt darauf, wie ein verständiger Dritter das auffassen kann." Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht München

    Der Richter verwies darauf, dass das laut einem Urteil aus Baden-Württemberg sogar auf eine Totenkopf-Tätowierung zutreffen kann. "Zusammengefasst sieht es nicht fürchterlich gut aus für Ihre Klage." Nach dieser Einschätzung zog der Mann die Klage zurück und sagte: "Es ist jetzt für mich kein Weltuntergang, mir stehen noch andere Türen offen."

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