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Streit um Seebahnhof: Bahn will Starnberg verklagen | BR24

© BR / Erich Wartusch

Nach jahrzehntelangem Streit um den Starnberger Seebahnhof macht die Deutsche Bahn jetzt Druck und bereitet eine Klage gegen die Stadt vor. Auch eine Mediation war zuvor gescheitert.

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Streit um Seebahnhof: Bahn will Starnberg verklagen

Nach jahrzehntelangem Streit um den Starnberger Seebahnhof macht die Deutsche Bahn jetzt Druck und bereitet eine Klage gegen die Stadt vor. Auch eine Mediation war zuvor gescheitert.

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Die Deutsche Bahn will in dem jahrzehntelangen Streit um den Starnberger Seebahnhof jetzt Druck machen und bereitet eine Klage gegen die Stadt vor. Auch die mehr als eineinhalb Jahre andauernde Mediation zwischen dem Unternehmen und der Stadt Starnberg ist jetzt gescheitert.

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass die Stadt Starnberg und die Bahn einen Vertrag abgeschlossen hatten. Inhalt: die Bahn baut einen neuen Bahnhof im Norden und die Stadt ertüchtigt den Seebahnhof. Ersteres ist geschehen, der Bahnhof mit See- und Alpenblick dagegen ist in unverändertem Zustand.

Mediation um Seebahnhof gescheitert

Die Stadt habe in der Mediation kein tragfähiges finanzielles Konzept vorgelegt, wie sie den Bahnhof ertüchtigen könne, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

"Die DB bedauert dies ausdrücklich. Aufgrund drohender Verjährung bleibt der DB nun nichts anderes übrig, als den Klageweg zu beschreiten. Folge wird sein, dass der bestehende Zustand über Jahre bleibt und eine Neugestaltung erst nach Beendigung des Rechtsstreites erfolgen kann." Michael-Ernst Schmidt, Leiter Kommunikation Bayern bei der Deutschen Bahn

Barrierefreiheit, Abstell- und Wendegleise fehlen

In der Klage geht es um die Barrierefreiheit des Bahnhofs - zum Beispiel, dass die Bahnsteige höhengleich mit der S-Bahn sind, aber auch darum, dass für künftige Taktverdichtungen bei der S-Bahn Abstell- und Wendegleise nötig sind.

Am vergangenen Donnerstag erst hatte unter anderem in dieser Sache das Verwaltungsgericht München der Starnberger Bürgermeisterin Eva John die Dienstbezüge gekürzt. Grund: sie habe ihre Dienstpflichten verletzt.

Von der Stadt Starnberg war bisher niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.