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Streit um S-Bahn-Trasse: Bahn contra Stadt Fürth | BR24

© picture alliance/dpa

Schild an einem Bahnsteig der S-Bahn im VGN

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    Streit um S-Bahn-Trasse: Bahn contra Stadt Fürth

    Im Streit um den geplanten Verlauf der S-Bahn-Trasse bei Fürth machen sich die Stadt und die Bahn gegenseitig Vorwürfe. Wie es nun weitergeht und wann, das ist unklar.

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    Die Bahn wirft der Stadt Fürth im Streit um den S-Bahn-Ausbau Kirchturmpolitik vor. Es sei verständlich, dass ein Oberbürgermeister, der sich wieder zur Wahl stellen will, ganzen Einsatz für seine Stadt zeige, teilte ein Unternehmenssprecher dem Bayerischen Rundfunk mit. Der Oberbürgermeister müsse eigentlich jedoch wissen, dass die Verfahrenslage komplex sei und weit über den Fürther Kirchturmshorizont hinausreiche, heißt es in der Stellungnahme.

    Bahn unterlag vor Gericht

    Fürths OB Thomas Jung (SPD) hatte der Bahn zuvor Tatenlosigkeit vorgeworfen. Hintergrund ist der Streit um den sogenannten S-Bahn-Verschwenk im Knoblauchsland. Der sieht vor, dass die S-Bahn-Strecke einen Bogen ins Knoblauchsland macht und erst in Erlangen wieder parallel zur bestehenden Bahnlinie geführt wird, die Teil der ICE-Trasse von München über Nürnberg und Erfurt nach Berlin ist. Dagegen haben die Stadt Fürth, Landwirte und der Bund Naturschutz geklagt und vor dem Bundesverwaltungsgericht gewonnen.

    Zeitplan bleibt unklar

    Einen genauen Zeitplan für die weiteren Planungen könne die Bahn nicht nennen, heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Denn derzeit wird zunächst geprüft, wie die ICE-Fahrzeiten zwischen Nürnberg und Erfurt verkürzt werden können. Dabei geht es auch um die Streckenführung zwischen Fürth und Erlangen. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, könne die Bahn weitere Aussagen über die S-Bahn machen.