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Seit Monaten regt sich Widerstand gegen das Pyrotechniklager in Wald

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    Streit um Pyrotechniklager in Wald: Petition im Umweltausschuss

    Seit Monaten sorgt das geplante Pyrotechniklager in der Gemeinde Wald für helle Aufregung. Ein Unternehmer will dort ein Lager für bis zu zehn Tonnen Feuerwerkskörper bauen. Eine Bürgerinitiative hofft, dass der Landtag das Projekt noch stoppt.

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    Von
    • Rupert Waldmüller

    Mehr als 1.000 Unterschriften hat die Bürgerinitiative für eine Petition gegen ein Pyrotechniklager gesammelt. Am Donnerstag will sich der Umweltausschuss im Landtag damit befassen. Ein Unternehmer aus Unterthingau will an einem Waldstück im Außenbereich der Gemeinde Wald im Ostallgäu das Lager für bis zu zehn Tonnen Feuerwerkskörper bauen. Die Gemeinde und viele Walder lehnen den Bau vehement ab.

    Bürgerinitiative hofft auf Projektstopp

    Die Initiatoren der Petition hoffen darauf, dass der Umweltausschuss das Projekt nun noch stoppt: "Wir sind nach wie vor optimistisch, dass die Kraft der Argumente obsiegt", sagte der Sprecher der Bürgerinitiative, Peter Heigl, dem BR. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das durchwinkt."

    Kritiker: Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt

    Heigl und seine Mitstreiter von der Bürgerinitiative sehen in dem Feuerwerkslager eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt: Die Zufahrt über eine schmale Straße sei zu eng für Gefahrgut-Transporte. Außerdem sehen die Kritiker das angrenzende Wasserschutzgebiet und seltene Tierarten wie den Schwarzstorch durch den Bau gefährdet.

    Betreiber: Alle Sicherheitsbestimmungen berücksichtigt

    Der Inhaber der Firma Allgäu Feuerwerke aus Unterthingau, Stefan Goder, weist darauf hin, dass alle Sicherheitsbestimmungen und Abstandsvorschriften bei der Planung berücksichtigt worden seien. Für die Eingriffe in die Natur würde ein Ausgleich auf dem Gelände geschaffen. Zu der Behandlung der Petition im Landtag sagte der Unternehmer dem BR im Vorfeld: "Alles steht und fällt mit dem Entscheid des Umweltausschusses. Ich bin gespannt, wie die Sache ausgeht."

    Genehmigungsverfahren auf der Zielgeraden

    Für die Genehmigung des Pyrotechniklagers in Wald ist die Regierung von Schwaben als Gewerbeaufsichtsbehörde zuständig. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Alle Unterlagen seien dort inzwischen aber vorhanden, sagt Antragssteller Goder. Auch der Brandschutznachweis sei als letztes Puzzlestück zuletzt noch erbracht worden. Die Regierung will sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu dem Verfahren äußern. Man wolle erst die Entscheidung des Umweltausschusses abwarten, sagte ein Regierungssprecher dem BR.

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