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Streit um Homo-Hochzeit: Segnen, ja - trauen, nein? | BR24

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Gleichgeschlechtliche Paare: Verliebt, verlobt, ... gesegnet?

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    Streit um Homo-Hochzeit: Segnen, ja - trauen, nein?

    Der Staat macht bei der Trauung keinen Unterschied zwischen homo oder hetero, die evangelische Kirche schon: Gleichgeschlechtliche Paare werden in der evangelischen Landeskirche gesegnet, aber nicht getraut. Das sorgt für Konflikte.

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    Der Streit um die Hochzeit gleichgeschlechtlicher Paare in der evangelischen Kirche in Bayern geht weiter. Die evangelische St.-Lukas-Gemeinde im Münchener Lehel setzt sich über die Regeln der Landeskirche hinweg: Statt von "Segnungen" gleichgeschlechtlicher Paare spricht sie von "Trauungen".

    Trauung - Segnung: Evangelische Kirche besteht auf Unterschied

    "Es gibt nach unserer Vorstellung weder einen theologischen noch einen protokollarischen Unterschied bei der kirchlichen Hochzeit zwischen gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Paaren", sagte Jürgen Biefang vom Kirchenvorstand der Gemeinde im Gespräch mit dem BR. Doch auf eben diesem Unterschied besteht die bayerische Landeskirche nach wie vor.

    Deshalb hat die Regionalbischöfin von München und Oberbayern, Susanne Breit-Kessler, den Kirchenvorstand der Gemeinde heute Abend zum Gespräch gebeten – mit dem Ziel, die rebellische Gemeinde zum Einlenken zu bewegen. Wenn Pfarrer und Kirchenvorstand von Sankt Lukas aber darauf beharren, weiterhin eine "Trauung" für alle anzubieten, könnte das Konsequenzen haben. Dann bestünde die Möglichkeit, dass Susanne Breit-Kessler den Kirchenvorstandsbeschluss der Gemeinde durch den Landeskirchenrat aufheben lässt.

    St. Lukas in München - eine Gemeinde stellt sich que(e)r

    2018 hatte die evangelische Landessynode beschlossen: Wenn ein homosexuelles Paar in einer evangelischen Kirche öffentlich heiratet, dann heißt das Segnung, nicht Trauung. Außerdem müsse sich die Zeremonie des Gottesdienstes vom traditionellen Traugottesdienst erkennbar unterscheiden. Mit dieser Kompromisslösung hatte die Landeskirche auch den konservativen Flügel zufrieden stellen wollen.

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