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Streikende Drucker demonstrieren gegen Lohnkürzungen | BR24

© BR Manuel Mehlhorn

Streikversammlung der Drucker auf dem Münchner Marienplatz

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    Streikende Drucker demonstrieren gegen Lohnkürzungen

    Rund 600 Beschäftigte in der Druckindustrie haben am Mittag auf dem Münchner Marienplatz gegen Lohnkürzungen und für die Beibehaltung des Manteltarifvertrags demonstriert. Den hatte der Druck- und Medienverband im Herbst 2018 gekündigt.

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    Drucker aus ganz Bayern waren zur Streikversammlung auf dem Münchner Marienplatz angereist. Mit Trommeln und Plakaten forderten die rund 600 Demonstranten die Beibehaltung des Manteltarifvertrags in der Druckindustrie. Im Herbst hatte die Arbeitgeberseite diesen gekündigt. Seitdem laufen die Tarifverhandlungen.

    Verdi: Arbeitgeber wollen Manteltarifvertrag zusammenstreichen

    Der designierte Verdi-Bundesvorsitzende Frank Werneke sagte auf dem Münchner Marienplatz, die Arbeitgeber wollten den Manteltarifvertrag radikal zusammenstreichen. Durch die Streiks vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, seien die Arbeitgeber aber inzwischen wieder etwas zurückgerudert. Mit der achten Verhandlungsrunde am 2. Mai sei man auf der Zielgeraden.

    Aus für 35-Stunden-Woche?

    Der Manteltarifvertrag sichert den Angestellten eine 35-Stunden-Woche sowie Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienste zu. Diese könnten ohne den Manteltarifvertrag wegfallen, fürchtet die Gewerkschaft. Außerdem fordert die Gewerkschaft verdi 5,5 Prozent mehr Lohn.

    Arbeitgeber bieten 3,8 Prozent mehr Lohn

    Der Arbeitgeberverband bietet bisher nur 3,8 Prozent mehr Lohn. Der Verband begründet das mit den Kosten der Digitalisierung und kritisiert „unflexible Arbeitszeiten“, die der aktuelle Manteltarifvertrag vorsehen würde. "Die 3,8 Prozent reichen noch nicht einmal aus, um die Preissteigerung auszugleichen“, kritisierte Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

    Bestreikt werden bayernweit 18 Betriebe, darunter der Süddeutsche Verlag in München, der Verlag Friedrich Pustet in Regensburg und auch die Nordbayerische Kurier Druckerei in Bayreuth.