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Streit um Mountainbiketrails am Hahnenkamm bei Mömbris | BR24

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In der Gemeinde Mömbris (Lkr. Aschaffenburg) fahren Mountainbiker am Hahnenkamm meist auf illegalen Strecken. Anders wie hier auf der anderen Seite des Berges bei Alzenau. Dort wurden legale Trails geschaffen.

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Streit um Mountainbiketrails am Hahnenkamm bei Mömbris

In der Natur an der frischen Luft radeln – das ist in diesem Corona-Jahr so beliebt wie nie. Das gilt besonders auch für Mountainbiker. Konflikte gibt es auch auf dem Hahnenkamm im Landkreis Aschaffenburg. Die Idee dort: legale Strecken.

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Höchstens einen Meter breit ist der Weg, der sich vom Hahnenkamm in schmalen Serpentinen bergab schlängelt, übersät mit Wurzeln und kleinen Steinen und Bodenwellen. Genau das macht den Trail im Landkreis Aschaffenburg aber für echte Mountainbiker so interessant, sagen die Mitglieder der örtlichen Hahnenkamm-Trail AG.

Andrang in geordnete Bahnen lenken

Seit Jahren engagiert sich Sebastian Herbert in der lokalen Arbeitsgemeinschaft, um den Andrang der Mountainbiker am Hahnenkamm gemeinsam mit der Forstverwaltung in geordnete Bahnen zu lenken. Das Problem sind illegale Strecken quer durch den Wald, sagt Revierförster Matthias Braun aus Alzenau. Vor zehn Jahren sind sie überall am Berg entstanden.

Illegale Trails zerstört

Den Wildwuchs an Mountainbike-Strecken einzuschränken und gleichzeitig legale Wege für die Fahrradfahrer auszuweisen – das ist auf Alzenauer Seite ein guter Kompromiss gewesen, sagt Förster Braun. Illegale Trails wurden mit Holz und Reisig zugelegt. Wichtig sei es auch, das Konzept regelmäßig zu kontrollieren, sagt der Förster. Er lobt die Trail-Initiative, die auch in der Community untereinander "schwarze Schafe" identifiziert und anspricht.

Lösung auch für andere Bergseite Richtung Mömbris

Kann das Problem, vor dem in ganz Bayern gerade viele Kommunen stehen, mit legalen Trails gelöst werden? Darüber wurde auch auf der östlichen Seite des Hahnenkamms in Möbris diskutiert. Lokalpolitiker, Wanderer, Radfahrer und Anwohner haben sich getroffen und ihre Argumente ausgetauscht. Es muss etwas passieren, der Wald ist voll wie nie, so der Tenor von Jägern und Anwohnern. Besonders die Bewohner des kleinen Hemsbach klagten über enorm gestiegenen Verkehr durch den Ort Richtung Gipfel-Gasthaus.

Bürgermeister begrüßt Trail-Initiative

Bürgermeister Felix Wissel steht dem Plan der Mountainbiker offen gegenüber, zwei Strecken zu legalisieren und dafür besonders gefährliche Strecken abzubauen. "Dann weiß ich genau als Jäger oder Wanderer: Wo muss ich mit Mountainbikern rechnen und kann das auch steuern." Alles ist besser als nichts zu tun und das Problem zu ignorieren, sagt der Bürgermeister. Ob die Gemeinde Trails legal anlegen will, das will der Gemeinderat aber erst Anfang des kommenden Jahres entscheiden.

© BR / Achim Winkelmann

Mountainbike Kammtrail bei Alzenau

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