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Straubings OB Markus Pannermayr ist neuer Städtetagschef | BR24

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Der Bayerische Städtetag hat einen neuen Vorsitzenden: Markus Pannermayr, Oberbürgermeister von Straubing. Auf ihn warten große Herausforderungen: Denn die Corona-Krise und ihre Folgen machen den Kommunen schwer zu schaffen.

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Straubings OB Markus Pannermayr ist neuer Städtetagschef

In Regensburg ist Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) von der Vollversammlung des Bayerischen Städtetags zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Seine dringlichste Aufgabe: die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen.

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Die Vollversammlung des Bayerischen Städtetags hat wie erwartet den Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des langjährigen Augsburger OB Kurt Gribl (CSU) an. Stellvertreter ist weiterhin Thomas Jung (SPD), der Oberbürgermeister von Fürth. Zum zweiten Stellvertreter wurde Markus Loth (Wählergruppe Bürger für Weilheim), der Erste Bürgermeister von Weilheim in Oberbayern, gewählt.

Pannermayr: "Hilfsmaßnahmen aus Bayern konkret umsetzen"

Als frisch gewählter Städtetags-Chef sieht Markus Pannermayr seine dringlichste Aufgabe darin, auf die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise in den kommunalen Haushalten zu reagieren: "Es ist jetzt sehr wichtig, dass wir die Handlungsfähigkeit erhalten - nicht nur, um den Kommunen zu helfen, sondern, ich glaube, dass das der Gesellschaft insgesamt dient. Deshalb werden wir sehr schnell mit dem Freistaat darüber reden müssen, wie die Hilfsmaßnahmen, die jetzt geplant werden, dann auch wirklich konkret umgesetzt werden." Das sagte der Straubinger OB am Abend im Rundschau Magazin im BR Fernsehen.

Pannermayr gegen Ausreiseverbote

Außerdem sprach er sich gegen Ausreiseverbote im Kampf gegen die Corona-Pandemie aus: "Grundsätzlich macht es schon Sinn, regionalisiert das Ausbreitungsgeschehen zu betrachten. Da hat man bisher schon Erfolge erzielen können. Aber ein Ausreiseverbot zu verhängen, ist schon ein sehr weitreichender Eingriff, den man - glaube ich - sicher auch rechtlich sehr genau hinterfragen muss." Pannermayr sieht andere Möglichkeiten, um regional begrenzte Ausbrüche einzudämmen.

"Wir in Straubing hatten auch so eine Situation mit einem Schlachtbetrieb bei uns in der Nachtbarschaft im Landkreis. Und wir haben dann sehr schnell ein Konzept entwickelt, um die Betroffenen sehr schnell dann auch erfassen zu können und Quarantänemaßnahmen verhängen zu können. Und das hat auch Wirkung gezeigt", so Pannermayr. Er glaube, dass man vor Ort mit gezielten Konzepten reagieren könne, aber dass man immer die Verhältnismäßigkeit bei allen Maßnahmen auch sehr genau im Blick haben müsse. "Weil wir es schaffen müssen, die Bevölkerung über eine lange Wegstrecke bei dieser Herausforderung mitzunehmen."

Zweiter Städtetagschef aus Niederbayern

Pannermayr ist der zweite OB aus Niederbayern, der das Amt innehat. Von 1975 bis 2005 stand der Landshuter OB Josef Deimer (CSU) an der Spitze des Bayerischen Städtetags. In Regensburg sind am Mittwoch die Oberbürgermeister und Bürgermeister aus dem ganzen Freistaat zusammengekommen. Neben der Wahl eines neuen Vorsitzenden ging es bei der Vollversammlung unter anderem um die Folgen der Corona-Pandemie für die bayerischen Städte.

Der 1896 gegründete Bayerische Städtetag vertritt als kommunaler Spitzenverband die Interessen von Städten und Gemeinden gegenüber der Staatsregierung und dem Landtag, sowie gegenüber der Wirtschaft.

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