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Straubingerinnen nähen bunte Masken und spenden sie Bedürftigen | BR24

© Laura Lorenz

Ca. 50 Masken fertigen die Straubingerinnen am Tag - und das unentgeltlich. Alle Masken werden anschließend gespendet.

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    Straubingerinnen nähen bunte Masken und spenden sie Bedürftigen

    Quarantäne sinnvoll nutzen - wie das geht, zeigen gerade rund 30 Frauen aus dem Raum Straubing-Bogen. Sie nähen ehrenamtlich bunt gemusterte Mundschutzmasken und spenden diese anschließend an Bedürftige.

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    Weil sie selbst aufgrund der Corona-Krise im Einzelhandel aktuell nicht arbeiten dürfen, nutzen rund 30 Straubingerinnen die freie Zeit daheim und nähen ehrenamtlich Mundschutzmasken aus bunten Stoffen, um "was beizutragen, bei all dem Wahnsinn". Die Masken spenden sie an die, die sie am dringendsten benötigen - darunter auch an einen Bauern.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    "Wir hoffen, dass die Ansteckungsgefahr ein wenig minimiert wird."

    In der Corona-Krise hat der Freistaat Bayern am Montag mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Pflegeeinrichtungen begonnen. Immer noch nicht genug, findet Laura Lorenz aus Straubing, Masken seien immer noch Mangelware. Sie hat sich mit 30 Straubingerinnen zusammengetan und stellt eigene Masken her. Diese werden aus alter Baumwoll-Bettwäsche gefertigt. Fast 50 Stück nähen die Straubingerinnen täglich. Die Bettwäschen werden zugeschnitten, in die richtige Form gebügelt und anschließend mit einer Kordel versehen. "Die Masken bieten keinen hundertprozentigen Schutz, sie sind kein Vergleich zu den professionellen Masken. Wir hoffen trotzdem, dass die Ansteckungsgefahr dadurch ein wenig minimiert wird."

    "Wir sitzen momentan eh alle nur Zuhause. Keiner weiss, wie lange noch. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen etwas beizutragen - bei all dem Wahnsinn, der momentan herrscht." Laura Lorenz, Masken-Herstellerin

    Masken-Spende geht auch an Spargelbauer

    Bisher haben die Niederbayerinnen schon mehrere Aufträge: Darunter ein Pflegeheim, ein Arzt und auch ein Bauer hat Masken für seine Spargelstecher bestellt. Mehr Aufträge müssen es auch erstmal nicht sein, meint Laura Lorenz. "Unsere Näherinnen sind jetzt schon am Limit. Wir suchen deshalb dringend nach Näherinnen, die uns unentgeltlich unterstützen wollen." Auch über weitere Stoffe, wie Bettwäsche, freut sich das kleine ehrenamtliche Unternehmen.

    © Laura Lorenz

    Die bunten Mundschutzmasken werden aus Baumwoll-Bettwäschen genäht.