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Das Gäubodenvolksfest in Straubing fällt auch heuer wegen der Corona-Lage aus. Am Abend hat der Straubinger Stadtrat mehrheitlich für die Absage des zweitgrößten Volkfestes in Bayern gestimmt.

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Straubinger Gäubodenvolksfest wegen Corona abgesagt

Das Gäubodenvolksfest in Straubing fällt auch heuer wegen der Corona-Lage aus. Am Abend hat der Straubinger Stadtrat mehrheitlich für die Absage des zweitgrößten Volkfestes in Bayern gestimmt.

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  • Sarah Beham
  • BR24 Redaktion

Es gilt als das zweitgrößte Volksfest in Bayern - das Gäubodenvolksfest in Straubing: Wegen der Corona-Lage fällt es auch heuer im August aus. Am Abend hat der Straubinger Stadtrat mehrheitlich für die Absage gestimmt. Es gab nur eine Gegenstimme.

Absage soll den Charakter des Volksfestes wahren

Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) sagte vor der Abstimmung, er wisse, wie schwierig diese für die Stadträte sei: "Jedem sieht man es an, was das für sie persönlich bedeutet, jetzt abzustimmen." Es gab keine Wortmeldungen dazu, dafür betretene Gesichter. Mit der Absage des Gäubodenvolksfestes, das jährlich rund eine Million Besucher anzieht, wolle man den Charakter des zweitgrößten Volksfestes in Bayern wahren. Das Gäubodenvolksfest stehe für bayerische Gastfreundschaft und Lebensfreude - doch all das könne man dieses Jahr wegen der Pandemie nicht garantieren.

Pannermayr äußerte sich schon vor der offiziellen Absage im BR. Für ihn sei das Gäubodenvolksfest ein wesentlicher Teil der Identität der Region. Die Absage schmerze ihn.

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Bei der Stadtratssitzung in Straubing, in der über das Gäubodenfest abgestimmt wurde

Im August Ersatz-Volksfest mit Biergarten und Schaustellern

Besonders hart trifft die Absage die Schausteller. Daher werde die Straubinger Ausstellungs GmbH Möglichkeiten für Ersatzangebote prüfen. So könne man sich vorstellen, im August ein kleines Ersatz-Volksfest mit Schaustellern, einem Biergarten und Besucherregistrierungen zu planen. "Die Ausstellungs GmbH ist bereit, finanziell in die Vorleistung zu gehen. Wir versuchen den Ausstellern in dieser Zeit zu helfen", so Pannermayr bei der Stadtratssitzung. Ob dieses Alternativ-Programm überhaupt möglich ist, hänge aber von den Inzidenzen und Rahmenbedingungen im Sommer ab.

Fest steht aber, dass die Stadt Straubing an weiteren verschiedenen Angeboten für dieses Jahr arbeitet. Unter dem Motto "Sommer der Möglichkeiten" sollte hierzu ein Kulturprogramm entstehen, um ein Kultur- und Veranstaltungsleben auch in diesen Zeiten zu ermöglichen. Was dieser Sommer an Kultur bringen wird, wird die Stadt kommenden Mittwoch vorstellen.

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