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Straubinger Fischzüchter bieten "Steckerlfisch To-Go" | BR24

© BR/Christian Riedl

Fischzucht und Corona

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Straubinger Fischzüchter bieten "Steckerlfisch To-Go"

Die Corona-Auflagen in Bayern sind gelockert. Aber: Noch immer gibt es Einschränkungen - Volksfeste zum Beispiel gibt es dieses Jahr wohl keine. Das trifft nicht nur die Schausteller hart, sondern auch die Gastronomen auf den Festen.

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Von
  • Christian Riedl

Bavarian Fish Culture - Bayerische Fischkultur. So werben die Mayers in Straubing für ihren Betrieb. In der Donauaue vor der Toren der Stadt betreiben Michael und seine Schwester Katharina zahlreiche Becken und Weiher, in denen sich im Moment unzählige Forellen tummeln. Die hätten eigentlich beim Gäubodenvolksfest in Straubing als Steckerlfisch auf den Tellern landen sollen - das Fest aber fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus, die Fische bleiben zunächst am Leben.

"Wir investieren jedes Jahr, weil man ja von einem gewissen Umsatz ausgeht. Und jetzt sind die Fische da, die wir jetzt im Sommer verkaufen müssen. Denn wir brauchen den Platz in unseren Teichen im Herbst für die nächste Fischgeneration", erklärt Michael Mayer.

Steckerlfisch To-Go ist gefragt

Der Straubinger Fischzüchter hofft jetzt, dass mit der Wiedereröffnung der Gastronomie auch die Nachfrage nach frischen Fischen wieder stärker wird. Außerdem bietet er "Steckerlfisch To-Go" an. "Unsere Kunden nehmen das gut an", freut sich Mayer. Er merkt: Schon jetzt kommen immer mehr Privatpersonen zu ihm, um sich frischen Fisch für den heimischen Grill zu kaufen. Vielleicht ein positiver Effekt der Corona-Krise? Der Fischhändler hofft, dass Verbraucher künftig wieder mehr zu frischen Lebensmitteln aus der Region greifen: "Wir gehen mit den Kunden zum Teich, dort kann er sich den Fisch, den er will, aussuchen. Keine zwei Minuten später bekommt er dann ganz nach Wunsch grätenfreies Fischfilet."

Jammern bringt nichts

Michael und Katharina Mayer wollen nicht jammern, sagen sie. Zwar haben sie durch das ausgefallene Gäubodenvolksfest kräftige Einnahmeeinbußen, sie erkennen aber auch positive Seiten: "Ich finde es gar nicht so schlecht, dass mal der Druck weg ist. Normalerweise wären wir schon wieder voll in den Festvorbereitungen. Aber so finden wir auch wieder Zeit zum Fischen auf der Donau, draußen in der Natur", sagt Katharina Mayer. Ihre Zille bereiten sie nun einmal in der Woche vor, um Netze zu stellen. In den Jahren davor sind sie dazu höchstens ein oder zweimal im Monat gekommen. Fischer leben eben immer mit der Ungewissheit und können nur hoffen, dass ihnen ein großer Fang ins Netz geht.

© BR/Christian Riedl

Michael Mayer füttert die Forellen

© BR/Christian Riedl

Unzählige Forellen tummeln sich in den Becken

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