Bild

Straubing ist ab Oktober eine Universitätsstadt
© pa/dpa

Autoren

Uli Scherr
© pa/dpa

Straubing ist ab Oktober eine Universitätsstadt

Der Bayerische Landtag hatte gestern Nachmittag das sogenannte Errichtungsgesetz für einen TU-Campus für Biotechnologie und Nachhaltigkeit verabschiedet. Damit darf sich Straubing ab dem 1. Oktober Universitätsstadt nennen. Der Lehr- und Forschungsbetrieb in Straubing wird von der Technischen Universität München organisiert und durchgeführt.

Viele Disziplinen unter einem Dach

TU-Präsident Herrmann, selbst ein gebürtiger Niederbayer, sagte, Straubing werde "verdientermaßen" zur Universitätsstadt. Biotechnologie und Nachhaltigkeit würden Methoden aus allen Wissensbereichen vereinen, von den Natur- und Ingenieurwissenschaften bis zu den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. "Deswegen wird Interdisziplinarität zum Arbeitsprinzip auf dem TUM-Campus Straubing", kündigte Herrmann an.

Der Neubau eines Labor- und Hörsaalgebäudes für Nachhaltige Chemie in Straubing läuft bereits seit Mai. Der Freistaat investiert hier rund 40 Millionen Euro. In den kommenden Jahren soll eine Infrastruktur für bis zu 1.000 Studierende entstehen. Schon im Wintersemester werden am Campus Straubing einige neue Grund- und Masterstudiengänge angeboten, wie Chemische Biotechnologie oder Biomassetechnologie.

Der vierte TU-Campus

Ein Wissenschaftszentrum für nachwachsende Rohstoffe gibt es in Straubing bereits seit 2001. Die Entscheidung im Ministerrat zur Gründung eines Universitätscampus fiel dann im vergangenen Jahr. Für die TU München ist der Campus Straubing nach München, Weihenstephan und Garching der mittlerweile vierte Standort.