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Straubing: Im Notfall Standortübermittlung per Handy | BR24

© BR/Christian Riedl

Im Notfall ist es für die Rettungskräfte entscheidend zu wissen, wo sich ein Opfer genau befindet. Deshalb testet die Integrierte Leitstelle in Straubing seit zwei Jahren ein System, das automatisch den genauen Standort eines Anrufers zeigt.

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Straubing: Im Notfall Standortübermittlung per Handy

Im Notfall ist es für die Rettungskräfte entscheidend zu wissen, wo sich ein Opfer genau befindet. Deshalb testet die Integrierte Leitstelle in Straubing seit zwei Jahren ein System, das automatisch den genauen Standort eines Anrufers zeigt.

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Es kann lebenswichtig sein, genau beschreiben zu können, wo man sich befindet. Allerdings fällt das gerade in Stresssituationen vielen schwer. Wer achtet beim Wandern, Fahrradfahren oder auch im Auto schon ständig darauf, welches Ortsschild man gerade passiert hat? Seit zwei Jahren testet die Integrierte Leitstelle in Straubing deshalb ein System, das den genauen Standort eines Anrufers anzeigt, sobald der den Notruf wählt.

Automatische Ortung einer Person während des Notrufs

Rund 450 Notrufe gehen jeden Tag bei der Integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes und der Feuerwehren in Straubing ein. Und bei weit mehr als der Hälfte davon wissen die Anrufer nicht genau, wo sie gerade sind, erzählt die Leitstellen-Disponentin Bettina Gruber. Vor allem Urlauber könnten nur den Ort nennen, von dem aus sie losgegangen sind.

Advanced Mobile Location bereits in modernen Smartphones integriert

Dank der Advanced Mobile Location, kurz AML, sehen die Disponenten in der Leitstelle sofort auf einer Karte den Anruferstandort, sogar mit welchem Gerätetyp die Notrufnummer 112 gewählt wurde. Auf diese Weise können Rettungsdienst und Feuerwehr gleich an den richtigen Ort geschickt werden. Das Ortungssystem AML ist in den Betriebssystemen moderner Smartphones bereits integriert und aktiviert sich automatisch, sobald die 112 gewählt wird, erklärt Leitstellenleiter Gerhard Kleeberger. Dann übermittelt das Handy automatisch WLAN und GPS-Daten – abhörsicher über bestimmte Datenübergabepunkte. Diese Daten werden nach Abschluss des Einsatzes sofort wieder gelöscht.

"Da sparen wir uns wirklich wertvolle Zeit, weil wir diesen Notruf in ein, zwei Minuten abarbeiten können, der ansonsten zehn Minuten in Anspruch nehmen kann." Leitstellenleiter Gerhard Kleeberger

Bisher funktioniert dieser Service allerdings nur auf Android-Geräten einwandfrei, weil AML von Google unterstützt wird. Apple-Handys können von der Leitstelle meist noch nicht geortet werden. Außerdem bereiten immer wieder die vielen Funklöcher Probleme. Denn ohne ein stabiles Handynetz funktioniert auch die Advanced Mobil Location Technology nicht.

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Gerhard Kleeberger, Leiter der Leitstelle und die Disponentin Bettina Gruber

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Anzeige eines Notrufs

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Blick in die Integrierte Leitstelle in Straubing

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Darstellung eines Rettungseinsatzes auf dem Monitor