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Straftaten in Bayern auf niedrigstem Stand seit 40 Jahren | BR24

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Nach wie vor ist Bayern eines der sichersten Bundesländer. Im vergangenen Jahr wurden erneut weniger Straftaten registriert. Das gab Innenminister Herrmann heute bekannt.

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Straftaten in Bayern auf niedrigstem Stand seit 40 Jahren

Die Zahl der Straftaten ist in Bayern insgesamt zurückgegangen. Das geht aus der bayerischen Kriminalstatistik hervor. Doch die Zahl der Straftaten, die die sexuelle Selbstbestimmung betreffen, stieg um knapp fünf Prozent an.

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Das Risiko, dass man in Bayern Opfer eines Wohnungseinbruchs werde, hält der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für eher gering: So lag die Häufigkeitszahl im vergangenen Jahr bei 33 Fällen pro 100.000 Einwohner. Bereits seit fünf Jahren registriert das Innenministerium in diesem Bereich sinkende Fallzahlen. Von 2018 bis 2019 reduzierte sich die Zahl Fälle um rund 17 Prozent.

Auch insgesamt betrachtet sind die Straftaten im vergangenen Jahr zurückgegangen: Laut Herrmann sank die Zahl Straftaten ohne ausländerrechtliche Delikte - wie etwa illegale Einreise - um 4,4 Prozent auf rund 568.000 Fälle. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der ausländerrechtlichen Delikte. Der Anteil der Nichtdeutschen an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen ist konstant geblieben, so Herrmann.

Zuwächse im Bereich digitale Kriminalität

Gleichzeitig verzeichnete das Innenministerium aber auch Anstiege in den Bereichen Rauschgiftkriminalität, Sexualdelikte sowie Cyberkriminalität. Die Zahl der Sexualdelikte stieg auf 9.050 Delikte - ein Zuwachs um knapp fünf Prozent. Diese Entwicklung ist nach Herrmanns Worten vor allem auf die starke Zunahme bei der Verbreitung pornographischer Inhalte zurückzuführen. Dabei spielten digitale Medien wie Whatsapp eine bedeutende Rolle.

Mit einher geht auch der Anstieg im Bereich Cyberkriminialität: Die mit dem Internet als Tatmittel begangenen Straftaten stiegen 2019 um 3.280 bzw. um über 12 Prozent. Herrmann erklärte, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger von Cyberkriminellen geschädigt werden würden. Auch vermehrte Angriffe auf Bildungs- und Forschungseinrichtungen - wie etwas Krankenhäuser - hat das Innenministerium verzeichnet.

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