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Storchenkot auf Strommasten sorgt für Kurzschlüsse | BR24

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In Oberbayern kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Spannungsschwankungen im Stromnetz. Der Hauptgrund dafür ist der Kot von Störchen, die auf Strommasten sitzen. Ungewollt verursacht der Kot Kurzschlüsse - und bringt die Störche in Lebensgefahr.

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Storchenkot auf Strommasten sorgt für Kurzschlüsse

In Oberbayern kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Spannungsschwankungen im Stromnetz. Der Hauptgrund dafür ist der Kot von Störchen, die auf Strommasten sitzen. Ungewollt verursacht der Kot Kurzschlüsse – und bringt die Störche in Lebensgefahr.

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Mal flackert kurz das Licht, mal stockt das heimische WLAN-Netz, oder der Fernseher ist für einen Wimpernschlag schwarz – und das bei schönstem Wetter, weit und breit kein Gewitter mit Blitz und Donner, das dafür verantwortlich sein könnte. In Oberbayern mehren sich in den vergangenen Wochen Meldungen über Spannungsschwanken. Als Hauptgrund nennt der Stromnetzbetreiber Bayernwerk große Vögel, die zunehmend Strommasten heimsuchen.

Kotstrahl sorgt für Kurzschluss

Auch der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bestätigt: Vor allem die Klapperstörche entdecken zunehmend die Strommasten. Zumindest für eine kurze Rast. Doch die reicht aus, um ihre Notdurft in Richtung Starkstromleitung abzusondern. Dieser mehr als einen Meter lange, sogenannte Kotstrahl sorgt dann für einen Kurzschluss.

Zwar sorgt das Stromnetz selbst sofort für Ausgleich – aber ein kurzes Flackern des Lichts ist nicht selten zu sehen. Diese Art von Kurzschluss käme heuer häufiger vor, teilt Netzbetreiber Bayernwerk dem BR jetzt mit.

Störche riskieren tödlichen Stromschlag

Der LBV freut sich über die generell gestiegene Besiedlung durch die Störche. Doch sind die Tiere bei ihrer Rast auf dem Starkstrommast selbst höchst gefährdet. Denn sie sorgen für die Erdung bei dieser Art Kurzschluss: Der Strom gelangt über den Kotstrahl und den Storch an das Metall des Masts. Ist das Tier nicht schnell genug in der Luft, fällt es wie vom Blitz getroffen herunter.

Abhilfe soll jetzt unter anderem ein schützender Teller schaffen, den das Bayernwerk auf den Strommasten anbringen will, damit kein Vogel die Isolierschicht vollkoten kann. Ganz verhindern könne man aber die Tier-bedingten Kurzschlüsse nie, teilt das Bayernwerk mit.

Tipp für sensible elektronische Geräte

Wer als Kunde sensible elektronische Geräte betreibe, könne zum Beispiel Spannungsstabilisatoren installieren, die netzbedingte Schwankungen ausgleichen, so das Bayernwerk. Von Schäden bei Haushaltsgeräten sei bisher nichts bekannt.

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