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Stolze Sammlung: Zirndorfer hat 150 Kleeblatt-Trikots im Haus | BR24

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Ronald Töttels ist großer Fan der Spielvereinigung Greuther Fürth und Trikotsammler. Über 150 Trikots mit denen die SpVgg aufgelaufen ist, zieren seinen Hausgang. Dort hängen auch einige Schätze mit Geschichte.

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Stolze Sammlung: Zirndorfer hat 150 Kleeblatt-Trikots im Haus

Die Fußball-Fans sind derzeit aus den Stadien ausgesperrt – wegen der Corona-Pandemie. Ronald Töttels kann seiner Leidenschaft für die Spielvereinigung Greuther Fürth aber auch auf anderem Wege nachgehen: Er sammelt Trikots seines Lieblingsvereins.

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Von
  • Oliver Tubenauer

Man muss nur den Flur des Hauses in Zirndorf betreten und es wird klar: Hier wohnt ein echter Kleeblatt-Fan. Im Treppenaufgang hängen gerahmte Trikots der Spielvereinigung Greuther Fürth und natürlich des Vorgängervereins: Der Spielvereinigung Fürth. Ronald Töttels hat rund 150 Trikots seines Lieblingsvereins gesammelt, gepflegt und aufgehängt.

Mit Christian Eiglers Trikot fing alles an

Begonnen hat alles im Jahr 2006, erzählt Ronald Töttels. Damals war er zum letzten Saisonspiel der Spielvereinigung nach Freiburg gefahren. Die "Kleeblättler" hatten nur noch vage Aufstiegschancen, genau wie die Freiburger. Am Ende gewann der SC Freiburg mit 1:0, verpasste den Sprung in die Bundesliga aber ebenso. Als die Fürther Mannschaft nach dem Spiel zum Fanblock kam, um sich für die Unterstützung zu bedanken, konnte Ronald das Trikot von Christian Eigler ergattern. Eigler konnte sich nach dem verpassten Aufstieg immerhin damit trösten, dass er mit 18 Treffern die Saison als Torschützenkönig abschließen konnte.

Jagd auf Raritäten

Von da an begann Ronald Töttels weitere Trikots zu sammeln. Doch für einen echten Trikotsammler ist es nicht damit getan, in den Fanshop zu marschieren und sich das neueste Leibchen von der Stange zu besorgen. Begehrt sind die Trikots, die von echten Profis bei den Spielen getragen wurden – sogenannte Game-Worn-Jerseys. Auch davon befinden sich mittlerweile einige in Ronald Töttels Sammlung.

Trikots, die Geschichten erzählen

Besonders begehrt sind Trikots, die nur für ein Spiel gemacht wurden. So befinden sich in der Sammlung Trikots zum 100-jährigen Jubiläum des Fürther Ronhofs oder solche, die extra für das Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg angefertigt wurden. Oder eines, das an einen besonders dramatischen Moment der jüngeren Vereinsgeschichte erinnert: Ein Trikot aus dem Jahr 2012, als die Spielvereinigung das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht hatte, dort aber im letzten Moment der Verlängerung an Borussia Dortmund scheiterte.

Die Fans werden den entscheidenden Treffer zum 0:1 wohl nie vergessen: Ein Schuss von Ilkay Gündogan prallte an den Pfosten, von dort an den Rücken des Fürther Torhüters Jasmin Fejzic und dann ins Tor – der Fürther Traum vom Finale in Berlin war zerplatzt. Eines der Jerseys, die die Fürther an diesem Abend trugen, befindet sich auch in der Sammlung des 34-Jährigen.

Je oller, desto doller

Doch besonders interessant sind für Roland Töttels die Exemplare, die älter sind als er selbst. So hat er auch eines aus der Saison 1972/73. Damals spielte die SpVgg Fürth in der zweitklassigen Regionalliga Süd und Erich Unger war der Spielgestalter des Teams. Ungers Trikot aus dieser Zeit – mit dem Werbelogo des Fürther Versandhändlers Quelle – hängt nun gerahmt in Töttels Zirndorfer Keller.

Sammelleidenschaft kennt keine Pause

Überredungskunst, Geld und viel Zeit auf Tauschbörsen im Internet – all das investiert Ronald Töttels für seine Sammelleidenschaft. Für seine eigene Sammlung hat er eine Facebook-Seite eingerichtet. Aber das Sammeln ist die eine Sache – was er aber doch am meisten vermisst ist das Live-Erlebnis im Stadion.

"Wichtig ist, dass wir wieder ins Stadion dürfen und mit den Spielern feiern können", sagt er und hofft natürlich darauf, dass ihm die Spieler auch wieder das eine oder andere Trikot in die Hand drücken.

© BR Oliver Tubenauer

Ronald Töttels, Trikotsammler und Kleeblatt-Fan

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