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Stoiber will sich persönlich von Orbán ehren lassen | BR24

© picture alliance / SvenSimon

Edmund Stoiber auf dem CSU-Parteitag Mitte Oktober

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    Stoiber will sich persönlich von Orbán ehren lassen

    Ex-CSU-Chef Stoiber will sich trotz der jüngsten Differenzen zwischen seiner Partei und Ungarns Regierunchef Orbán von diesem mit einem Orden auszeichnen lassen. Der frühere bayerische Ministerpräsident soll die Ehrung am 8. November erhalten.

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    Ungeachtet der Spannungen zwischen seiner Partei und Viktor Orbán sieht der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber kein Problem darin, vom ungarischen Regierungschef in gut zehn Tagen das Große Verdienstkreuz entgegenzunehmen.

    "Ungarn gehörte für mich immer zum Herzen Europas", sagte der frühere bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur. Er verstehe die Verleihung daher als Würdigung seiner "jahrzehntelangen intensiven Arbeit zur Festigung der bayerisch-ungarischen Freundschaft und zur Integration Ungarns in ein geeintes Europa".

    Streit zwischen CSU und Orbán

    Lange Zeit war Viktor Orbán bei der CSU ein gern gesehener Gast, in den Monaten vor der Europawahl sorgten dessen nationalistische und EU-kritische Positionen aber mehr und mehr für Streit mit den Christsozialen. Nachdem der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, im Frühjahr gesagt hatte, dass er nicht mit ungarischen Wählerstimmen EU-Kommissionschef werden wolle, brach Orbán mit dem CSU-Vize-Vorsitzenden.

    Auch CSU-Chef Markus Söder distanzierte sich mehrfach deutlich von Orbán. Im Sommer machte dann Weber neben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auch Orbán dafür verantwortlich, dass er nicht zum EU-Kommissionspräsidenten gewählt worden war.

    Stoiber-Ehrung am 8. November

    Stoiber soll am 8. November von Orbán das Große Verdienstkreuz der Republik Ungarn erhalten. Gewürdigt werden sollen Stoibers Verdienste um die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Bereits einen Tag vor der Preisverleihung will der CSU-Ehrenvorsitzende in Budapest bei einer Veranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung eine Festrede zur Rolle Ungarns bei der deutschen Wiedervereinigung halten.

    Der frühere Ministerpräsident betonte, dass ihm sowohl Parteichef Söder als auch der EVP-Fraktionsvorsitzende Weber zu der geplanten Ehrung gratuliert hätten.