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Störung bei Ostermesse in München: Polizei nennt neue Details | BR24

© dpa/picture alliance/Felix Hörhager

Die St. Paulskirche in München.

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    Störung bei Ostermesse in München: Polizei nennt neue Details

    Nach dem Zwischenfall bei der Ostervesper in der Münchner St.-Paulskirche hat die Polizei neue Einzelheiten bekanntgegeben. Ein Mann hatte den Gottesdienst gestört und dabei für Unruhe unter den Besuchern gesorgt.

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    Nach Angaben des Polizeipräsidiums München betrat der 36-Jährige gegen 21.30 Uhr die Kirche St. Paul, in der gerade die kroatisch-katholische Gemeinde die Ostervesper feierte. Der Mann kam demnach etwa eine Stunde nach Beginn des Gottesdienstes durch den Haupteingang in das Gotteshaus und rief - stark gestikulierend - nicht verständliche Worte.

    Gottesdienstbesucher halten Störer fest

    Nach derzeitigem Erkenntnisstand warf der 36-jährige, aus Somalia stammende Mann, zudem mehrere Steine in den Kirchenraum. Die Polizei prüft im Moment, ob er dabei auch "Allahu Akbar" ("Gott ist am größten") gerufen hat. Von einer geistigen Verwirrung ist - anders als zuvor - im jüngsten Bericht der Polizei nicht mehr die Rede.

    Der Schilderung zufolge haben Besucher des Gottesdienstes den Störer so lange festgehalten, bis die Einsatzkräfte kamen. Da in einigen Medien die Rede davon war, dass Zeugen einen lauten Knall gehört hätten, stellte die Polizei klar, dass sie bei dem Beschuldigten keine Pyrotechnik oder Waffen gefunden hat.

    Weniger Verletzte als zunächst angenommen

    Auch die Zahl der Verletzten korrigierte die Polizei nach unten. Demnach wurden neun Menschen leicht verletzt, als einige Besucher fluchtartig aus der Kirche drängten. Vier von ihnen wurden zur weiteren Abklärung in Krankenhäuser gebracht. Zuvor war von 24 Verletzten die Rede gewesen.

    Gegen den 36-Jährigen wurde Haftbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens erlassen.