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Stockstadt: Mutmaßliche Enkeltrickbetrüger festgenommen | BR24

© picture-alliance/dpa

Polizeifahrzeuge auf Einsatzfahrt (Symbolbild)

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    Stockstadt: Mutmaßliche Enkeltrickbetrüger festgenommen

    Gestern sind in Stockstadt am Main zwei mutmaßliche Enkeltrickbetrüger festgenommen worden. Ein älteres Ehepaar hatte die Polizei informiert. Bei der Festnahme hatte sich ein Beamter leicht verletzt. Die Männer sind mittlerweile in Untersuchungshaft.

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    Laut Polizeipräsidium Unterfranken hatte eine 74-jährige Rentnerin aus Stockstadt am Freitag ab 11.30 Uhr etliche Anrufe von einer Unbekannten erhalten. Die Anruferin gab vor, eine gute Bekannte zu sein und dringend 23.000 Euro für den Kauf eines Oldtimers zu benötigen. Die Rentnerin ließ sich jedoch nicht täuschen und informierte zwischen mehreren Telefonaten mit der Betrügerin die Polizei. Zum Anschein ließ sich die Rentnerin auf ein Treffen mit einem vermeintlichen Boten der Betrügerin ein.

    Festnahme an der Wohnungstür

    Gegen 17 Uhr erschien ein 17-jähriger Mann an der Wohnungstür der Rentnerin und stellte sich als Notar vor, um – wie vereinbart – das Geld abzuholen. Der 17-Jährige aus dem Raum Mannheim wurde von Beamten der Kriminalpolizei Aschaffenburg festgenommen. Der zwei Jahre ältere Bruder Festgenommenen wartete unweit der Wohnung in einem Auto. Als er die Festnahme bemerkte, fuhr er davon und ließ sich nicht von einem zivilen Polizeifahrzeug aufhalten. Bei einem Wendemanöver beschädigte er zwei geparkte Fahrzeuge. Ein Polizist konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite vor dem schnell nahenden Auto retten. Der Beamte verletzte sich hierbei am Bein. Die Polizei rief den 19-Jährigen daraufhin zur Fahndung aus. Auch ein Polizeihubschrauber suchte nach dem Flüchtigen. In der Ostendstraße fanden die Beamten das verlasse Fluchtfahrzeug. Kurz darauf stellte sich der 19-Jährige.

    Betrüger mittlerweile in Untersuchungshaft

    Die beiden Brüder wurden am Samstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg der Richterin am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Sie erließ gegen den 17-Jährigen Haftbefehl wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetruges. Gegen den 19-Jährigen erging Haftbefehl wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetruges in Tatmehrheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr sowie gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Im Anschluss wurden die Brüder in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht.