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Stichwahlen in Oberfranken: Die Ergebnisse | BR24

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Stichwahlen in Oberfranken: Das sind die Ergebnisse.

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Stichwahlen in Oberfranken: Die Ergebnisse

Faustdicke Überraschungen und klare Siege - das bieten die Stichwahlen zur Kommunalwahl in Oberfranken. Unter anderem in Kulmbach und Hof haben die Wähler die amtierenden Oberbürgermeister abgewählt.

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Bayreuth: Oberbürgermeisterin Merk-Erbe abgewählt

In Bayreuth haben die Wähler Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft) abgewählt. Merk-Erbe holte 46,4 Prozent der Stimmen, Thomas Ebersberger (CSU) kam auf 53,6 Prozent. Damit ist der langjährige Zweite Bürgermeister der Stadt der neue Chef im Bayreuther Rathaus. Im zweiten Anlauf nach dem Jahr 2000 ist der 63 Jahre alte Jurist am Ziel.

Landkreis Bayreuth: Wiedemann neuer Landrat

Im Landkreis Bayreuth ist Florian Wiedemann (FWG) zum neuen Landrat gewählt worden. Wiedemann holte 50,9 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Klaus Bauer (CSU) kam auf 49,1. Wiedemann holte exakt 1.074 Stimmen mehr als Bauer. Landrat Hermann Hübner (CSU), der das Amt des Landrats seit 2008 bekleidete, war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Coburg: Rathaus weiter in der Hand der Genossen

Dominik Sauerteig (SPD) ist neuer Oberbürgermeister von Coburg. In der Stichwahl holte Sauerteig 57 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Christian Meyer (CSU) durch, der 43 Prozent holte. Damit bleibt das Coburger Rathaus in Hand der Genossen. Norbert Tessmer (SPD), der seit 2014 die Geschicke der Stadt leitete, trat nicht mehr zur Wahl an.

© SPD Stadtverband Coburg/Stefan Sauerteig

Neuer Oberbürgermeister in Coburg: Dominik Sauerteig (SPD).

Bamberg: Andreas Starke bleibt im Amt

In Bamberg ist der neue Rathaus-Chef der alte. Andreas starke konnte sich in der Stichwahl gegen den Überraschungskandidaten der Bamberger Grünen, Jonas Glüsenkamp, am Ende doch recht deutlich durchsetzen. Starke holte 59,3 Prozent der Stimmen, Glüsenkamp kam auf 40,7. Starke regiert die Stadt seit 2006.

Kulmbach: Ingo Lehmann stürzt Henry Schramm

Kulmbach hat einen neuen Oberbürgermeister: In der Stichwahl setzte sich Ingo Lehman (SPD) mit 50,8 Prozent hauchzart gegen den bisher amtierenden Henry Schramm (CSU) durch (49,2). Schramm bekleidete das Amt seit 2006 und sah sich im Vorfeld der Wahlen mehrerer Anzeigen wegen undurchsichtiger Grundstückskäufe gegenüber. Zudem wurde die Stichwahl in Kulmbach von Ermittlungen der Kriminalpolizei wegen des Verdachts auf Wahlfälschung überschattet. Lehmann holte 248 Stimmen mehr als Schramm.

Hof: Harald Fichtner abgewählt

In Hof muss Harald Fichtner (CSU) nach 14 Jahren sein Amt niederlegen. In der Stichwahl hat er gegen Eva Döhla (SPD) mit 45,2 Prozent den Kürzeren gezogen. Döhla ist die Tochter von Dieter Döhla, der zwischen 1988 und 2006 Oberbürgermeister von Hof war.

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Kann sich das Ergebnis nicht erklären: Harald Fichtner (CSU).

Pegnitz: Wolfgang Nierhoff neues Stadtoberhaupt

Auch in Pegnitz gibt es einen neuen Bürgermeister: Wolfgang Nierhoff von der Pegnitzer Gemeinschaft (PEG) hat mit 61,4 Prozent die Stichwahl gegen Werner Lappat (CSU) gewonnen. Das bisher amtierende Stadtoberhaupt, Uwe Raab (SPD), wurde bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen mit 22,7 Prozent abgewählt. Raab war acht Jahre im Amt gewesen.

Landkreis Bamberg: Schwarz hat gegen Kalb keine Chance

Johann Kalb (CSU) bleibt weiterhin Landrat im Landkreis Bamberg. Mit 58,63 Prozent setzte sich Kalb gegen den Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz (SPD) in der Stichwahl durch. Kalb ist im ersten Durchgang gegen fünf Konkurrenten auf 49,5 Prozent gekommen, die absolute Mehrheit hatte er damit knapp verfehlt. Schwarz ist im ersten Wahldurchgang auf 23 Prozent der Stimmen gekommen.

Forchheim: Kirschstein bleibt Oberbürgermeister

In Forchheim wurde die Stichwahl erst am Montag (30.03.20) ausgezählt, seitdem steht fest: Der seit 2016 regierende Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) bleibt im Amt. Mit 55,3 Prozent hat sich Kirschstein gegen den CSU-Kandidaten Udo Schönfelder (44,7 Prozent) durchgesetzt. Kirschstein holte bereits im ersten Durchgang mit knapp 39 Prozent der Stimmen und damit mehr als Herausforderer Schönfelder (33 Prozent). Schönfelder bekam in den Tagen vor der Stichwahl gleich von vier Parteien und Bündnissen eine Wahlempfehlung ausgesprochen. Darunter waren auch die Grünen, die ursprünglich mit einer eigenen Kandidatin ins Rennen gegangen waren.

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