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Stichwahlen in Niederbayern: Die Ergebnisse | BR24

© picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Auszählung Stichwahl (Symbolbild)

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    Stichwahlen in Niederbayern: Die Ergebnisse

    Die niederbayerischen Bürgerinnen und Bürger haben in Stichwahlen entschieden, wer künftig Chef im Rathaus wird oder bleibt. In einigen Orten zeichnete sich eine besonders hohe Wahlbeteiligung ab. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

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    Insgesamt 36 Orte in Niederbayern haben in Stichwahlen entschieden, welcher Kandidat neuer Chef im Rathaus wird. Wegen der Corona-Krise mussten die Bürgerinnen und Bürger per Briefwahl entscheiden.

    Alle Ergebnisse und Informationen zu den Kommunal- und Stichwahlen in Bayern

    In vielen Orten in Niederbayern lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als beim ersten Wahldurchgang. Ein Zusammenhang besteht wohl, weil wegen der Corona-Krise nur Briefwahl möglich war und die Unterlagen automatisch an die Haushalte geschickt wurden. Eine rekordverdächtige Wahlbeteiligung konnte Kollnburg verzeichnen. Dort gaben 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ihre Briefwahlunterlagen ab.

    Landshut: Alexander Putz (FPD) bleibt Bürgermeister

    In der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut bleibt Alexander Putz (FDP) Oberbürgermeister und damit Bayerns einziger FDP-Oberbürgermeister. Er holte 70 Prozent der Stimmen und konnte somit die Stichwahl klar für sich entscheiden. Seine Herausforderin Sigi Hagl (Grüne) kam auf 30 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent.

    Rathauschefs mussten um Wiederwahl bangen

    Auch in anderen niederbayerischen Orten sind Bürgermeister zur Wiederwahl angetreten. In Viechtach im Landkreis Regen kandidierte ein ehemaliger Bürgermeister gegen seinen Nachfolger: Georg Bruckner (SPD) war 18 Jahre lang Bürgermeister in Viechtach und wurde 2014 von Franz Wittmann (CSU) abgelöst. Seine Rückkehr ins Rathaus schaffte Bruckner aber nicht. Wittmann wurde mit 63 Prozent wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag in der Stadt im Bayerischen Wald bei 69 Prozent.

    Auch in Osterhofen im Landkreis Deggendorf kann die bisherige Bürgermeisterin Liane Sedlmeier (Freie Wähler) ihr Amt behalten. Sie entschied die Stichwahl mit 53 Prozent knapp für sich. Ihr Konkurrent Thomas Etschmann (SPD) holte 47 Prozent.

    Anders sieht es in Landau an der Isar im Landkreis Dingolfing-Landau aus: Dort wird Amtsinhaber Helmut Steininger (CSU) von Matthias Kohlmayer (Landau gefällt mir) abgelöst. Kohlmayer holte in der Stichwahl 54 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahldurchgang lag Helmut Steininger (CSU) noch vor Kohlmayer. Die Wahlbeteiligung betrug 63 Prozent.

    Auch in Kelheim gab es einen Machtwechsel. Christian Schweiger (CSU) hat in Kelheim in der Stichwahl gegen den amtierenden Bürgermeister Horst Hartmann (SPD) gewonnen. Schweiger konnte 56 Prozent der Stimmen holen. Die Wahlbeteiligung lag bei 63 Prozent.

    In Kollnburg im Landkreis Regen geht ebenfalls eine zwölfjährige Amtszeit zu Ende: Josefa Schmid (FDP) muss ihren Schreibtisch im Rathaus räumen. Herbert Preuß (Freie Wähler) löst Schmid als Bürgermeister ab. Bei einer Wahlbeteiligung von knapp 85 Prozent holte Herbert Preuß 55 Prozent der Stimmen und wird somit neuer Bürgermeister der kleinen Gemeinde im Bayerischen Wald.

    Besonders spannend war es in Hauzenberg. Dort trat die amtierende Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer (parteilos) trotz Drohbriefen und -paketen wegen ihrer neutralen Meinung zu Windkraftanlagen nochmal an. Sie konnte ihren Posten knapp verteidigen. Mit 53 Prozent setzte sie sich gegen Peter Auer (CSU) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 78 Prozent.

    Neue Bürgermeister gesucht

    In einigen niederbayerischen Orten hörten die Amtsinhaber auf, weswegen ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin gesucht wurden. Wie in Dingolfing: Hier legte Josef Pellkofer (UWG), der seit 2002 Bürgermeister war, sein Amt nieder. In die Stichwahl gingen Armin Grassinger (Freie Wähler) und Christine Trapp (SPD). Grassinger konnte sich klar durchsetzen. Er holte 71 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 55 Prozent.

    Auch in der Stadt Bogen hat sich Bürgermeister Franz Schedlbauer (CSU, seit 2002) nicht mehr zur Wahl gestellt. Andrea Probst (CSU) konnte sich in der Stichwahl mit 53 Prozent gegen ihren Konkurrenten Ralf Kietzke (FDP/FWG) durchsetzen. Auch beim ersten Wahlgang waren die beiden Kandidaten sehr nah beieinander. 62 Prozent der Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Wahl.

    In Mainburg im Landkreis Kelheim trat nach zwei Wahlperioden Amtsinhaber Josef Reiser (SLU) nicht mehr zur Wahl an. Helmut Fichtner (Freie Wähler) stand in der Stichwahl Hannelore Langwieser gegenüber. Fichtner konnte mit 52 Prozent die Stichwahl in Mainburg knapp für sich entscheiden. 48 Prozent holte seine Konkurrentin Hannelore Langwieser (CSU). Die Wahlbeteiligung lag bei 65 Prozent.

    Auch Vilsbiburg im Landkreis Landshut trat der bisherige Bürgermeister Helmut Haider (Freie Wähler) nicht mehr zur Wahl an. In der Stichwahl entschied es sich zwischen Sibylle Entwistle (SPD) und dem Sohn des bisherigen Bürgermeisters Sebastian Haider (Freie Wähler). Mit 54 Prozent gewann Entwistle gegen Haider. Die Wahlbeteiligung lag bei 68 Prozent.

    Im Regener Rathaus gab es ebenfalls sicher eine Veränderung: Ilse Oswald (Freie Wähler) war seit 2008 Bürgermeisterin in Regen und kandidierte nicht mehr. Ihr Nachfolger ist Andreas Kroner (SPD). Er setzte sich mit 59 Prozent der Stimmen gegen Robert Sommer (FPU) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 70 Prozent.

    Alle Ergebnisse der Stichwahlen in Niederbayern finden Sie hier und hier.

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