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Stichwahl um FDP-Spitzenkandidatur | BR24

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    Stichwahl um FDP-Spitzenkandidatur

    Der Spitzenkandidat der Bayern-FDP für die Landtagswahl 2018 wird in einer Stichwahl zwischen Ex-Landeschef Duin und dem ehemaligen Landesgeschäftsführer Hagen entschieden. Bei der Urwahl kam keiner der acht Kandidaten auf die absolute Mehrheit.

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    Neuland betreten – und sei es nur bei der Findung des Spitzenkandidaten per Urwahl – schon das sorgt bei den Bayerischen Liberalen für gute Laune.

    "Der erste Durchlauf mit den Kandidaten hat richtig viel Spaß gemacht, hat auch die Partei mobilisiert. (...) Wir spüren richtig eine Aufbruchstimmung." Daniel Föst, Landes-Chef der FDP

    40 Prozent beteiligten sich an Urwahl

    Dass von den rund 6.300 bayerischen FDP Mitgliedern knapp 40 Prozent bei der Online-Urwahl mitgemacht haben, damit ist man in der FDP-Zentrale zufrieden. Den ersten Platz im Rennen um die Spitzenkandidatur holte der Kommunikationsberater Martin Hagen mit 36,6 Prozent der Stimmen. Der ehemalige FDP-Landesgeschäftsführer freut sich über seine für ihn selbst überraschend gute Platzierung und sieht sich als Teamspieler.

    "Uns war allen bewusst, dass wir nicht gegeneinander kämpfen, sondern, dass wir gemeinsam für den Wiedereinzug der FDP in den Landtag kämpfen, dass unsere Gegner die Protagonisten der anderen Parteien sind und nicht die Mitbewerber um die Spitzenkandidatur." Martin Hagen

    Dass ihn sein langjähriger, engster Mitarbeiter im ersten Wahlgang gleich mal überholen konnte, das nimmt der ehemalige bayerische FDP-Landesvorsitzende Albert Duin mit seinen 30,5 Prozent sportlich.

    "Ich bin ja eher der Bauchmensch und er der Kopfmensch. Hier kämpft doch keiner für sich alleine. Sondern wir kämpfen doch dafür, dass derjenige nach vorne kommt, der die Menschen für den Wahlkampf begeistern kann und die Außenstehenden dazu bringt, die FDP zu wählen." Albert Duin

    Wirklich Wahlkampf machen wollen Duin und Hagen während der nächsten Woche für die Stichwahl nicht mehr. Sie möchten ja beide für ihre Münchner und Rosenheimer Wahlkreise in den Landtag. Das Ergebnis wird am 13. März verkündet.

    Offen für Gespräche mit der CSU

    Die Strategie im Wahlkampf werde nicht heißen: die FDP will um jeden Preis in Bayern mit der CSU und Ministerpräsident Markus Söder zusammen regieren. Die Türen für Gespräche stünden aber offen, meint nicht nur Hagen. Und: Die Fünf-Prozent-Hürde sei für die FDP zu knacken. Schließlich seien nach einer aktuellen Studie der Hanns-Seidel-Stiftung die Bayern viel liberaler als die CSU denkt. FDP-Landeschef Daniel Föst gibt deshalb die Parole aus:

    "Wir freuen uns wirklich auf einen Wahlkampf: Konservative Revolution versus Modernisierungsagenda. Da haben wir wirklich Bock drauf." Daniel Föst