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Stichwahl nur per Brief - wie läuft es in Oberbayern? | BR24

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Nach der Kommunalwahl vor knapp zwei Wochen gehen in Oberbayern jetzt 48 Kommunen und elf Landkreise in die Stichwahl. Wegen der Corona-Pandemie wird es eine reine Briefwahl. Nicht einfach für die Verantwortlichen.

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Stichwahl nur per Brief - wie läuft es in Oberbayern?

Nach der Kommunalwahl vor knapp zwei Wochen gehen in Oberbayern jetzt 48 Kommunen und elf Landkreise in die Stichwahl. Wegen der Corona-Pandemie wird es eine reine Briefwahl. Nicht einfach für die Verantwortlichen.

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Es sind außergewöhnliche Stichwahlen in Coronazeiten. Um Kontakte im Wahllokal zu vermeiden, hat man sich für eine reine Briefwahl entschieden. Das heißt, alle Wahlberechtigten haben ihre Wahlunterlagen direkt nach Hause geschickt bekommen. Ein großer logistischer Aufwand für die Kommunen.

In München läuft alles planmäßig

Mehr als 1 Million Briefwahlunterlagen sind es allein in der Landeshauptstadt München. Wegen der großen Menge wurden die Unterlagen in mehreren Wellen verschickt, erklärte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats dem BR. Der Versand sei planmäßig verlaufen.

Kein Name am Briefkasten - keine Wahlunterlagen

Fast alle Wahlberechtigten in München sollten inzwischen ihre Briefwahlunterlagen per Post bekommen haben. Bei so einer hohen Zahl sei es aber fast selbstverständlich, dass der ein oder andere Brief verloren gehe, so ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats München. Bei manchen Empfängern fehle aber auch einfach der Name am Briefkasten, so dass die Unterlagen als unzustellbar zurückgingen. Inzwischen sind viele Briefe schon wieder auf dem Rückweg. Bis Donnerstag Nachmittag kamen im Münchner Kreisverwaltungsreferat rund 200.000 Wahlbriefe zurück. Rund ein Fünftel, in Ingolstadt hat schon etwa ein Drittel aller Wahlberechtigten die Stimmzettel zurückgeschickt.

Was tun, wenn die Unterlagen noch nicht da sind?

Münchnerinnen und Münchner, die ihre Briefwahlunterlagen nicht erhalten haben, können diese noch bis Samstagabend im Kreisverwaltungsreferat (KVR) abholen. Am Freitag und am Samstag hat das KVR von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Nach Erhalt der Unterlagen könne man dann auch direkt vor Ort wählen. Im Einzelfall (z.B. Erkrankung) können die Unterlagen auch noch am Sonntag abgeholt werden, laut KVR ebenfalls von 8 bis 18 Uhr.

Persönliche Zustellung in Ebersberg

Auch in Ebersberg war der Versand aufwändig. Knapp 10.000 Wahlberechtigte mussten in den letzten Tagen an ihre Unterlagen kommen. Vor allem Verwaltungsmitarbeiter haben die Wahlbriefe den Einwohnern persönlich zugestellt. Inzwischen sei sogar schon knapp die Hälfte der Stimmzettel wieder zurückgekommen.

Letzte Chance ist am Samstag

Noch bis Samstag um 18 Uhr können Wahlberechtigte ihre Wahlbriefe einwerfen. Die Post leert dann am Samstagabend noch einmal alle Briefkästen in ganz Bayern und stellt die Briefe bis Sonntagabend den jeweiligen Wahlämtern zu. Wer jetzt noch keine Unterlagen bekommen hat, sollte sich umgehend mit dem Wahlamt oder Bürgerbüro der Stadt in Verbindung setzen. Nur noch bis Samstag um 12 Uhr kann man Ersatz-Wahlunterlagen ausstellen lassen.