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Stichwahl in Hof: Eva Döhla vs. Harald Fichtner | BR24

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Harald Fichtner (CSU) muss in der Stichwahl gegen Eva Döhla von der SPD antreten

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    Stichwahl in Hof: Eva Döhla vs. Harald Fichtner

    In Hof will Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU) seine dritte Amtszeit starten, doch Eva Döhla will für die SPD den Chefsessel im Rathaus wieder zurückerobern.

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    Für Harald Fichtner ist die Stichwahl eine neue Erfahrung: 2006 und 2012 konnte der Jurist jeweils auf Anhieb das Rennen um die Rathaus-Führung gewinnen. Doch dieses Mal hatte er fünf Gegenkandidierende und erreichte er im ersten Wahlgang nur 38,9 Prozent – das ist ein deutlicher Verlust von 17,5 Prozent. Mit ihm in der Stichwahl: Die Herausforderin von der SPD, Eva Döhla, die im ersten Wahlgang auf 31,2 Prozent kam.

    Unterstützung für Herausforderin Döhla

    Die Chancen von Eva Döhla steigen - denn die vier bereits ausgeschiedenen Kandidaten von Grüne, Freie Aktive Bürger (FAB)/Freie Wähler, FDP und Piratenpartei unterstützen mit ihren Parteien jetzt alle die SPD-Fraktionschefin. Damit könnte die 47-Jährige in die Fußstapfen ihres Vaters treten: Dieter Döhla war von 1988 bis 2006 Hofer Oberbürgermeister.

    Telefon-Sprechstunden und Söder-Wahl-Werbespot

    Durch die Corona-Pandemie kam der Wahlkampf fast vollständig zum Erliegen. Harald Fichtner ist als amtierendes Stadtoberhaupt nun in erster Linie als Krisen-Manager im Einsatz. In einer kurzen Facebook-Botschaft bat er Anfang der Woche die Wählerinnen und Wähler um ihre Stimmen – und auch CSU-Chef Söder warb via Internet, Harald Fichtner zu unterstützen. Eva Döhla hat wegen der Ausgangs-Begrenzungen mehrere Telefon-Sprechstunden angeboten.

    SPD war sich oft mit CSU einig

    Aber auch schon vor Corona verlief der Hofer Wahlkampf weitgehend ruhig – auch weil die SPD mit Fraktionschefin Döhla in den letzten Jahren die meisten Entscheidungen der CSU-Mehrheit mitgetragen hat.

    Neue Ideen für "Hof-Galerie"-Standort

    Hauptthema war die Entwicklung der Innenstadt. Vor allem die Pläne für das Einkaufszentrum, die sogenannte Hof-Galerie, sind umstritten. Trotz eines zweiten Investors gibt es keine sichtbaren Fortschritte. Seit über einem Jahr zeugt ein großer Schuttberg mitten in der Hofer Innenstadt vom Stillstand. Erst in der Endphase kam Bewegung ins Thema – Oberbürgermeister Fichtner könnte sich dort das neue Polizeibeschaffungsamt vorstellen, das die Staatsregierung im Zuge der Behördenverlagerung in Hof mit 300 Stellen ansiedeln will. Seine Herausforderin Döhla kann sich dagegen einen Mix aus Wohnungen, Stadtbücherei und Park vorstellen.

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