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Stichwaffen-Angriffe in Nürnberg: Täter weiter auf der Flucht | BR24

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Im Nürnberger Stadtteil Sankt Johannis hat ein Unbekannter drei Frauen niedergestochen und schwer verletzt. Bisher konnte erst ein Opfer vernommen werden. Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach dem Mann und der Tatwaffe.

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Stichwaffen-Angriffe in Nürnberg: Täter weiter auf der Flucht

Noch immer ist die Polizei auf der Suche nach dem Täter, der gestern Abend drei Frauen im Stadtteil Sankt Johannis in Nürnberg niedergestochen hat. Das gab die Polizei in einer Pressekonferenz bekannt. Auch die Tatwaffe fehlt noch.

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"Es spricht momentan nichts dafür, dass der Täter in zwei Stunden gefasst ist. Die Hinweislage ist diffus", sagte Kriminaldirektor Thilo Bachmann auf der Pressekonferenz zu den Stich-Attacken auf drei Frauen am gestrigen Abend im Nürnberger Stadtteil Sankt Johannis.

Nachdem der erste Notruf um 19.20 Uhr eingegangen war, war die Polizei mit allen verfügbaren Einsatzkräften der Innenstadt vor Ort, so der mittelfränkische Vizepolizeipräsident Adolf Blöchl. Nach den beiden Angriffen auf zwei weitere Frauen, wurde die Soko "Johannis" ins Leben gerufen. Alle drei Frauen waren allein auf dem Heimweg.

Aussagen von zwei Opfern fehlen noch

Derzeit suche die Polizei unter Mithilfe der Bereitschaftspolizei den Stadtteil ab. Denn noch immer sei die Tatwaffe nicht gefunden. Alle drei Frauen wurden am Oberkörper verletzt, zur Anzahl der Stiche wollte die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben machen. Alle drei mussten notoperiert werden, sind aber mittlerweile außer Lebensgefahr. Bisher konnte nur das erste Opfer Angaben zum Täter machen, die beiden weiteren Frauen konnten bisher nicht befragt werden.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Nach den Attacken im Nürnberger Stadtteil Sankt Johannis hat die Polizei noch keinen Hinweis auf den Täter. Bisher konnten die Ermittler nur mit einem der Opfer sprechen.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Die Angriffe erfolgten unvermittelt, was für die rechtliche Bewertung bedeutend sei.

"Wir ermitteln in allen drei Fällen wegen versuchten Mordes." Antje Gabriels-Gorsolke, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth 

Die Einzeltaten müssten als Serie betrachtet werden, weil die Wahrscheinlichkeit dagegenspreche, dass es Einzeltaten waren, so die Polizei.

Zeugen dringend gesucht

Die Vorgehensweise des Täters ist laut Polizei ungewöhnlich, da kein erkennbares Motiv vorliege. Derzeit ist die Polizei damit beschäftigt, in der gesamten Nürnberger Innenstadt sowie im Stadtteil Sankt Johannis für höchstmögliche Sicherheit zu sorgen. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, mögliche Hinweise beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken zu melden - unter der Telefonnummer 0911/2112-3333.

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Zwar ging am Donnerstag schon um 19.20 Uhr der erste Notruf zum Messerstecher ein: Die Öffentlichkeit wurde allerdings erst weit nach Mitternacht gewarnt. Warum, erklärt Roman Fertinger, Polizeipräsident Mittelfranken.