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70 Prozent der bayerischen Schüler werden in dieser Woche keine Schule von innen sehen.

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Die meisten Schüler in Bayern diese Woche im Distanzunterricht

In dieser Woche gilt für 70 Prozent der bayerischen Schüler: Homeschooling. Denn die Inzidenzzahl lag am Stichtag, dem vergangenen Freitag, in fast allen Kommunen über 100. Wo in Bayern die Schulen zu und Kitas im Notbetrieb sind.

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Von
  • BR24 Redaktion

Testen, Testen, Testen, das war die Devise diese Woche an den Schulen in Bayern. Mindestens zweimal pro Woche mussten sich Kinder und Jugendliche ein Stäbchen in die Nase schieben. Wie viele dabei positiv getestet wurden, ist unklar. Sicher ist aber: Die Inzidenzzahlen steigen, und damit auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die nächste Woche wieder in Distanzunterricht müssen. Stichtag dafür war Freitag, der 16. April.

Distanz- oder Wechselunterricht, Regelbetrieb oder Notbetreuung? Welche Corona-Maßnahmen an Schulen und Kitas im Freistaat gelten, schreibt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nach einem Stufenplan vor. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert von Freitag bestimmt die Regelungen an Schulen und Kitas für die gesamte kommende Woche.

Kultusministerium: Etwa 70 Prozent der Schüler im Distanzunterricht

"Für rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler würde Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand stattfinden. Rund 70 Prozent würden sich im Distanzunterricht befinden." Das teilt das Bayerische Kultusministerium auf BR-Anfrage als Stand für Montag, den 19. April, mit. Abweichungen durch Einzelentscheidungen der Gesundheitsämter seien möglich.

Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag: Vier Kommunen lagen in Bayern unter 100

Die strengsten Regeln gelten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Nur noch vier Kommunen lagen am Freitag unter diesem Grenzwert: die Landkreise Tirschenreuth, Lindau und Miltenberg, sowie die Stadt Bamberg.

In den Landkreisen Lindau und Tirschenreuth findet an allen Schulen und Klassen diese Woche Präsenzunterricht statt, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, ansonsten Wechselunterricht, teilte das jeweilige Landratsamt mit.

Im Landkreis Miltenberg wird in dieser Woche nur Wechselunterricht sowie eingeschränkter Regelbetrieb in Kindertagesstätten stattfinden. Das bestätigte das Landratsamt am Freitag auf BR-Anfrage.

In Schulen und Kitas in der Stadt Bamberg gilt auch für diese Woche Distanzunterricht und Notbetreuung, das teilte die Stadt in einer Presseerklärung mit. Die Inzidenz für die Stadt Bamberg lag von Dienstag bis Donnerstag über 100, und am Freitag mit 94,3 knapp darunter. "Wir bleiben bei der Entscheidung von letzter Woche, um nicht mitten in der kommenden Woche die Notbremse ziehen zu müssen und Planbarkeit für die Eltern und Schulen zu gewährleisten", begründete Bambergs Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp die Entscheidung.

Grafik: Wer liegt am Stichtag unter 100?

Was genau gilt für die Schulen?

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50, gibt es für alle Grundschüler Präsenzunterricht und für ältere Schüler Wechselunterricht. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind alle Schüler im Wechselunterricht.

In Regionen, in denen die Inzidenz über 100 liegt, lernen die Schüler hingegen zu Hause im Distanzunterricht - mit Ausnahme der Abschlussklassen sowie der Jahrgangsstufe 4 an Grundschulen und 11 an Gymnasien und Fachoberschulen.

Kitas in Landkreisen über 100 in Notbetreuung

An den Kitas wird ebenfalls in Stufen verfahren: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen in den normalen Regelbetrieb wechseln. Zwischen 50 und 100 bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb, also in festen Gruppen. Und in Regionen über dem 100er-Wert muss auf Notbetreuung umgestellt werden.

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Stichtag: Die meisten Schüler in Bayern im Distanzunterricht

Seit einer Woche Corona-Testpflicht an Bayerns Schulen

Seit der vergangenen Woche gilt in Bayern eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulpersonal. Alle müssen sich mindestens zweimal wöchentlich testen lassen. Nur wer ein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf in die Schule oder in die Notbetreuung.

Wie viele der Tests positiv waren, ist unklar. Das Kultusministerium konnte dazu keine Angaben machen. Der Verwaltungsaufwand an den Schulen sei zu hoch, um die Daten zu sammeln, sagt die Behörde und verweist an die Gesundheitsämter, die aber auch keine Auskunft geben wollen.

Grafik: Die aktuelle Inzidenz in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis

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