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Steuern hinterzogen: Wirte bekommen Bewährungs- und Geldstrafen | BR24

© picture alliance / dpa / Armin Weigel

Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft" an der Aussenwand des Gebäudes.

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    Steuern hinterzogen: Wirte bekommen Bewährungs- und Geldstrafen

    Am Landgericht Regensburg ist ein Prozess gegen zwei Gastronomen zu Ende gegangen. Die beiden Männer haben wegen Steuer- und Sozialabgabenhinterziehung Bewährungsstrafen bekommen. Außerdem müssen sie Geldstrafen bezahlen.

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    Im Prozess um Steuer- und Sozialabgabenhinterziehung von zwei Regensburger Gastronomen sind die beiden Angeklagten zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt worden. Das teilte Thomas Polnik, der Sprecher des Landgerichts auf BR-Anfrage mit.

    600.000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen nicht bezahlt

    Ein Angeklagter wurde zu einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, des Weiteren muss er knapp 12.000 Euro Geldstrafe zahlen. Der Zweite Angeklagte wurde zu einer Strafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt. Auch er muss eine Geldstrafe in Höhe von 8.000 Euro bezahlen.

    Die zwei Männer wurden wegen Steuerhinterziehung verurteilt, des Weiteren, weil sie im großen Stil Sozialabgaben für Mitarbeiter wie Küchenhilfen, Thekenkräfte und Bedienungen nicht abgeführt haben. Insgesamt haben die beiden Wirte rund 320.000 Euro an Umsatz- und 115.000 Euro an Einkommensteuer unterschlagen. Bei den Sozialversicherungsbeiträgen haben sie knapp 600.000 Euro nicht bezahlt.

    Ein Großteil der hinterzogenen Steuern wurde von den zwei Wirten bereits nachgezahlt, so Polnik. Das Gericht wertete dies strafmildernd.

    Verständigung konnte Verfahren verkürzen

    Aufgrund einer Verständigung konnte das Gericht die Beweisaufnahme erheblich straffen. Der Prozess mit ursprünglich 18 geplanten Verhandlungstagen hatte sich stark verkürzt. Es mussten erheblich weniger als die ursprünglich geladenen rund 50 Zeugen aussagen.