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Die Leukämiehilfe Ostbayern hat große Pläne: Kommendes Jahr soll der Bau eines Bewegungszentrums für Krebspatienten am Regensburger Uniklinikum beginnen. Auch dem 16-jährigen Jonah soll es bei seinem großen Ziel helfen.

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Sternstunden: Mit Sport Krebspatienten helfen

Die Leukämiehilfe Ostbayern hat große Pläne: Kommendes Jahr soll der Bau eines Bewegungszentrums für Krebspatienten am Regensburger Uniklinikum beginnen. Auch dem 16-jährigen Jonah soll es bei seinem großen Ziel helfen.

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Von
  • Andreas Wenleder
  • BR24 Redaktion

Jonah ist 16 und hatte Knochenkrebs. Mit dem Tumor mussten in seinem linken Bein auch Knochen entfernt werden. Jonah hat deshalb jetzt ein künstliches Kniegelenk. Trotzdem lässt er sich vom Sport nicht abbringen. Er hat sich sogar wieder ein großes Ziel gesetzt. Er möchte im Fach Sport Abitur machen. "Ich werde fleißig für das Ziel trainieren. Ich bin schon optimistisch, dass ich das schaffe", sagt Jonah. Gerade während der Chemotherapie habe die Bewegung Jonah geholfen, sagt seine Mutter Ulrike Eckert.

Bewegung wirkt positiv

Dass Sport Krebspatienten guttut, bestätigt auch Physiotherapeut Sebastian Meier vom Regensburger Uniklinikum. Während der Chemotherapie bauen Patienten durch Medikamente und das viele Liegen Muskeln ab, außerdem kann Bewegung einer häufig auftretenden chronischen Müdigkeit entgegenwirken, sagt Meier. In der Nachsorge hätten Studien außerdem gezeigt, dass das Rückfall-Risiko durch Sport sinken könne. Bisher wird am Uniklinikum deshalb bereits ein Sportangebot für Krebspatienten angeboten.

Sportangebot benötigt mehr Platz

Das Problem: Es fehlt an Platz. Die Räume und Trainingsgeräte der Physiotherapie an der Uniklinik werden vorrangig für die stationären Patienten gebraucht. Deshalb plant die Leukämiehilfe Ostbayern ein eigenes Bewegungszentrum. Nah am Uniklinikum, um Kindern und erwachsenen Patienten eine krankenhausnahe Sportmöglichkeit zu bieten. Das Bewegungszentrum soll aber auch Patienten in der Nachsorge nach einem Krankenhausaufenthalt weiter zur Verfügung stehen.

Sternstunden unterstützt das Projekt

Der Baubeginn ist für kommendes Jahr geplant. Das über 2,5 Millionen Euro teure Projekt unterstützt Sternstunden mit 240.000 Euro. Neben Gruppen-Trainingsräumen, einem Yoga-Raum und Fitnessgeräten sind auch Gemeinschaftsräume geplant. Denn nicht nur die Muskeln sollen vom Angebot profitieren, sondern auch die Seele der Patienten. "Wir erleben schon bei unseren bisherigen Programmen, wie wichtig das Gemeinschaftserlebnis durch Sport in der Gruppe ist", sagt der Vorsitzende der Leukämiehilfe Ostbayern, Professor Reinhard Andreesen.

Außerdem sind Räume für die Forschung vorgesehen, denn das Sportangebot wird auch wissenschaftlich von Ärzten begleitet werden. Die positive Wirkung von Sport kann somit noch besser erforscht werden. Das Bewegungszentrum soll direkt an das bereits bestehende Patientenhaus der Leukämiehilfe angeschlossen werden, einem Rückzugsort mit kliniknaher Übernachtungsmöglichkeit für Patienten und Angehörige während der Chemotherapie.

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