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Sternsinger im Bistum Würzburg bringen Segen per Video | BR24

© BR/Carolin Hasenauer
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Aufgrund der Corona-Bestimmungen können diesjährige Sternsinger nicht von Haus zu Haus ziehen, Spenden sammeln und den Segen mit Kreide ausschreiben. Die Organisatoren in Würzburg haben sich eine digitale Alternative für die Tradition ausgedacht.

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Sternsinger im Bistum Würzburg bringen Segen per Video

Kinder, verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar, die von Tür zu Tür ziehen – das wird es im Corona-Winter nicht geben. Doch das Bistum Würzburg hat sich eine Alternative überlegt, damit der Segen ins Haus und die Spenden in die Kasse kommen.

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Von
  • Carolin Hasenauer

Bei Helena und Annika lagen Umhang und Krone schon bereit – doch Corona hat den Schwestern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Dreikönigssingen fällt 2021 aus. "Ich finde es blöd, dass Sternsinger dieses Jahr ausfällt, weil die Leute wegen Corona noch ärmer geworden sind und dieses Jahr noch mehr Geld bräuchten als sonst", bringt es die 8-jährige Annika auf den Punkt. Denn allein im Bistum Würzburg haben die Sternsinger 2020 rund 1,5 Millionen Euro gesammelt. Die Organisatoren befürchten jetzt, dass heuer weniger Spenden zusammenkommen.

Segensbotschaft per Video

Um dem entgegen zu wirken, hat sich das Bistum Würzburg eine besondere Aktion überlegt: Den Segensspruch und das Segenslied gibt es heuer im Videoformat, wie Pastoralreferent Sebastian Volk erklärt, der für die Sternsinger-Aktion im Bistum Würzburg zuständig ist. Am 6. Januar, am Dreikönigstag, soll das Video dann auf der Homepage sowie auf den Social-Media-Kanälen des Bistums zu sehen sein.

Enttäuschung ist groß

"Mit Sicherheit geht da was verloren. Das Persönliche, die Freude in den Gesichtern der Menschen, die sich das ganze Jahr auf die Sternsinger freuen. Es gibt viele, die sehnsüchtig darauf warten! Ich glaube das werden viele vermissen", so Volk. Und nicht nur die: Auch bei den Kindern, die bei der Sternsinger-Aktion mitmachen wollten, ist die Enttäuschung groß.

Kleine Aktionen in den Gemeinden

Für einen kleinen Trost zumindest sorgt etwa Britta Schäfers aus der Pfarrgemeinde Sankt Alfons in Würzburg, die sich eigentlich ehrenamtlich um die Sternsinger-Aktion gekümmert hätte. Sie bringt jedem der 22 Kinder eine Grußkarte vorbei, an die ein Sternsinger-Festivalbändchen geknotet ist. "Nachdem das ja in der althergebrachten Form nicht möglich ist, muss man Wege finden, denke ich. Wie kriege ich es hin, um trotzdem Spenden zu sammeln? Denn ja, es ist jetzt anders, aber da muss man nicht auf Gedeih und Verderb was Altes fortführen, sondern schauen: Welche alternativen Lösungen gibt es", erzählt Schäfers.

Segensspruch als Aufkleber

Damit die Menschen trotzdem nicht auf den Segensspruch 20*C+M+B+21 auf ihrem Türsturz verzichten müssen, können sie sich den als Aufkleber in ihren Gemeinden abholen. "Und es gibt die Möglichkeit, dass etwa bei Metzgereien oder Bäckereien Spendendosen aufgestellt werden, wo sich die Leute Aufkleber mit dem Segen mitnehmen können und eben eine Spende da lassen können", ergänzt Volk. "Christus Mansionem Benedicat: Christus segne dieses Haus" Der Segen ist derselbe – nur der Weg ist heuer ein anderer.

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Kinder, verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar, die von Tür zu Tür ziehen – das wird es im Corona-Winter nicht geben. Doch das Bistum Würzburg hat sich eine Alternative überlegt, damit der Segen ins Haus und die Spenden in die Kasse kommen.

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