BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© pa/dpa/Matthias Balk
Bildrechte: pa/dpa/Matthias Balk

Sternschnuppe über dem Kochelsee, 14.12.2020

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Sternschnuppen-Regen über Oberbayern und dem Allgäu

Glück für Himmelsbeobachter: Bei klarem Wetter waren in der Nacht auf Montag im südlichen Oberbayern und im Ostallgäu zahlreiche Geminiden-Sternschnuppen zu sehen. Auch in den nächsten Nächten lohnt ein Blick nach oben.

1
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Ein wahrer Sternschnuppen-Regen ging in der Nacht auf Montag am bayerischen Alpenrand nieder. Die Geminiden, benannt nach dem Sternbild Zwillinge, gelten als der reichste Sternschnuppenstrom.

Gut zu sehen im südlichen Oberbayern und im Ostallgäu

Zum Höhepunkt waren stündlich bis zu 150 Meteore zu sehen, wie die Vereinigung der Sternfreunde, ein Verein von Amateur-Astronomen mitteilte. Besonders eindrucksvoll geriet das Naturschauspiel bei klarem Himmel im südlichen Oberbayern, etwa in Münsing am Starnberger See, in Kochel am See (Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen), aber auch im Ostallgäu.

Tipps für die Sternschnuppen-Jagd

Sternschnuppen scheinen meist aus einer bestimmten Region am Firmament zu kommen, dem scheinbaren Ausstrahlungspunkt. Dieser Radiant liegt bei den Geminiden im Sternbild Zwillinge (lat: gemini, daher der Name des Meteorstroms). In deren Richtung sollten Sie ungefähr schauen.

Die Zwillinge tauchen schon ab sieben Uhr abends im Nordosten auf und steigen im Lauf der Nacht dann im Osten immer höher, bis sie um zwei Uhr fast im Zenit senkrecht über unseren Köpfen stehen. Wollen Sie also schon abends ab sieben Uhr gucken, brauchen Sie freie Sicht zum Horizont im Nordosten. Das ist auch für alle wichtig, die in einem Corona-Hotspot mit einer 7-Tage-Inzidenz über 200 Infizierten leben, denn da gilt derzeit in Bayern ab 21.00 Uhr eine Ausgangssperre, die auch keinen Sternschnuppen-Spaziergang erlaubt.

Geminiden-Sternschnuppen sind eher langsam

Seit die Geminiden 1880 zum ersten Mal als unscheinbarer Meteorschwarm auftauchten, hat sich die Zahl ihrer Sternschnuppen immer weiter gesteigert. Inzwischen gehört der Strom zu den spektakulärsten des ganzen Jahres - und zu den verlässlichsten. Mit einer Geschwindigkeit von 35 Kilometern pro Sekunde sind die Sternschnuppen eher langsam - da kann man sich seine Wünsche gut überlegen. Lange Schweifspuren sind bei den Geminiden selten, die Meteore wirken eher wie kurze Funken.

Ihr Maximum erreichen die Geminiden-Sternschnuppen jedes Jahr um den 14. Dezember. Bis zum 17. Dezember sind sie noch am Himmel über Bayern unterwegs.

(mit Material von dpa)

© BR
Bildrechte: dpa-Bildfunk

In der chinesischen Provinz Yunnan ging ein spektakulärer Sternschnuppen-Schauer nieder.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!