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Stephansritt in Spalt | BR24

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Heute ist der Tag des Heiligen Stephanus, dem Schutzpatron der Pferde. In vielen Orten Bayerns gibt es deshalb am zweiten Weihnachtsfeiertag Stephans-Ritte, etwa in Spalt im mittelfränkischen Landkreis Roth.

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Stephansritt in Spalt

Mehr als 80 Reiter sind am zweiten Weihnachtsfeiertag von Spalt in den Ortsteil Wasserzell geritten. Der Umzug findet jedes Jahr zu Ehren des Heiligen Stephanus statt. Er ist der Schutzpatron für Kutscher und Pferdeknechte.

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Der zweiten Weihnachtsfeiertag ist Stephanstag und in Spalt ist es seit langem Tradition, sich zum Stephansritt zu treffen. Der Heilige Stephanus aus der Apostelgeschichte ist der erste christliche Märtyrer und der Schutzheilige für Kutscher und Pferdeknechte. In diesem Jahr waren rund 80 Reiter und Kutscher dabei.

Segnung von Ross und Reiter

Die Teilnehmer am Stephansritt kamen aus ganz Mittelfranken, aber auch aus dem benachbarten Oberbayern und der Oberpfalz. Viele Schaulustige säumten auch heuer die gut zwei Kilometer lange Strecke von Spalt zur Stephanskirche nach Wasserzell. Höhepunkt war die Segnung von Ross und Reiter durch Pfarrer Josef Mederer. Das Besprengen mit Weihwasser, soll vor Krankheiten, Seuchen und Unheil bewahren.

Spalter Traditionsveranstaltung

Organisiert wird dieses Brauchtumsfest vom Heimatverein Spalter Land. Dieser weiß, dass es hier den Stephansritt seit Menschengedenken gibt, sucht aber schon seit Jahren vergebens nach historischen Quellen, die dies dokumentieren. Über den Ursprung gibt es - wie bei vielen anderen volkskundlichen Bräuchen - demnach keine genaue Quelle und damit kein Datum, seit wann es den Stephansritt von Spalt nach Wasserzell gibt.