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Stellenabbau und Kurzarbeit bei Bavaria Yachtbau | BR24

© Barbara Markus/BR-Mainfranken

Etwa ein Jahr nach der Insolvenz haben bei Bavaria Yachtbau in Giebelstadt die Bestellungen noch nicht Fahrt aufgenommen. Nun reagiert die Firmenleitung: 29 Beschäftigte wurden entlassen und Kurzarbeit für die Zeit von Juni bis Oktober beantragt.

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Stellenabbau und Kurzarbeit bei Bavaria Yachtbau

Etwa ein Jahr nach der Insolvenz haben bei Bavaria Yachtbau in Giebelstadt die Bestellungen noch nicht Fahrt aufgenommen. Nun reagiert die Firmenleitung: 29 Beschäftigte wurden entlassen und Kurzarbeit für die Zeit von Juni bis Oktober beantragt.

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IG-Metall und Betriebsrat bestätigten heute dem Bayerischen Rundfunk die betriebsbedingten Kündigungen. Von zuletzt 550 Mitarbeitern mussten jetzt 29 gehen. Ihren Angaben zufolge ist außerdem von Juni bis Ende Oktober Kurzarbeit beantragt. So wie bereits vor einem Jahr für die gleiche Zeitspanne. Damals war das Folge der Insolvenz, die im April 2018 beantragt worden war. Bis zur Übernahme durch eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft durften dann monatelang keine Neuaufträge angenommen werden.

Heuer werden 350 Boote gefertigt

Wegen des Annahmestopps von Neuaufträgen seien Händler abgesprungen und Kunden verunsichert worden, so Betriebsratsvorsitzender Christian Hartmann. Weil es offenbar länger dauert als geplant, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, werden im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr Boote produziert als im Krisenjahr 2018: nur rund 350. Erst für das kommende Geschäftsjahr ist eine Erhöhung der Produktion auf 450 Motor- und Segelyachten in Sicht, so Hartmann.

In Spitzenzeiten waren in Giebelstadt jährlich 3.500 Yachten produziert worden. Seine Marktstellung hatte das Unternehmen einer für den Bootsbau unüblichen Serienfertigung zu verdanken, die zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis führt.