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Quelle in Suffersheim

Im mittelfränkischen Suffersheim eine Quelle im Ort wochenlang sichtbar verunreinigt. Nun ist wohl die Ursache gefunden.

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    Steinriegelquelle durch undichte Silos und Gülle verunreinigt

    Wochenlang war die Steinriegelquelle in Suffersheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verunreinigt. Nun will das zuständige Wasserwirtschaftsamt den Grund dafür gefunden haben: undichte Silos und Gülle.

    Von
    Vera HeldVera HeldBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    Die Steinriegelquelle bei Weißenburg ist vermutlich durch Missstände an Behelfssilos sowie durch auf Feldern ausgebrachte Gülle verunreinigt worden. Zu diesem Schluss kommt das Wasserwirtschaftsamt Ansbach nach eigenen Angaben aufgrund der Erkenntnisse über das Einzugsgebiet der Quelle sowie die Auswertung von Wasseranalysen.

    Mängel an Silos führten zu Verschmutzung

    Die Steinriegelquelle war wochenlang eine trübe, übelriechende Brühe. Auf der Suche nach der Ursache hat die Stelle für Wasserwirtschaft des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen Missstände unter anderem bei Fahrsilos und Behelfssiloanlagen festgestellt, heißt es in einer Mitteilung des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach. Nachdem die Mängel beseitigt wurden, habe sich bereits nach wenigen Tagen die Wasserqualität der Steinriegelquelle verbessert.

    Quelle auch mit Gülle belastet

    Um herauszufinden, ob diese Mängel alleinige Ursache für die verschmutze Quelle und das Fischsterben in der Schambach waren, die von der Steinriegelquelle gespeist wird, wurden weitere Proben entnommen. Diese seien ebenfalls vor allem durch Silosickersaft und Gülle belastet gewesen, heißt es. Aber sie seien nicht durch kommunales Abwasser belastet.

    Farbversuch soll aufklären

    Zudem läuft derzeit noch ein Markierungsversuch des Wasserwirtschaftsamtes. Der soll zeigen auf welchen Wegen Wasser in die Steinriegelquelle gelangt. Dabei wurden an vier Stellen oberhalb der Quelle Farbstoffe in den Boden geschüttet. Diese seien nicht schädlich und würden so stark verdünnt, dass die Farbstoffe nur noch im Labor festgestellt werden könnten, heißt es in der Mitteilung.

    Die ersten Ergebnisse des Markierungsversuches würden das vom Wasserwirtschaftsamt vermutete Einzugsgebiet der Steinriegelquelle bestätigen. Außerdem sei festgestellt worden, dass hochdurchlässiges Gestein und extrem schnelle Fließzeiten vorliegen, so das Wasserwirtschaftsamt. Der Versuch wird noch bis zum Frühjahr 2022 fortgesetzt.

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